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Schlechte Sicherheitslage : Deutsche Botschaft im Jemen geschlossen

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Fast verlassen: Der Sicherheitsposten vor der deutschen Botschaft in Sanaa. Bild: AFP

Wegen der schlechten Sicherheitslage im Jemen hat nun auch Deutschland seine Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen. Schon vor einigen Tagen hatten andere Staaten dies getan.

          Nach der Machtübernahme der schiitischen Houthi-Miliz im Jemen ist nun auch die deutsche Botschaft in Sanaa geschlossen worden. Die Maßnahme gelte vorübergehend, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit. Die Lage in dem Land sei ausgesprochen instabil. Alle Deutschen wurden aufgerufen, den Jemen zu verlassen. Vor Reisen dorthin warnt das Außenamt dringend.

          Aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage hatten die Vereinigten Staaten und Großbritannien in den vergangenen Tagen bereits ihre Diplomaten aus dem Jemen abgezogen. Auch Frankreich schloss seine Botschaft in Sanaa. Am Freitag erklärte zudem die Regierung in Rom, dass die italienische Botschaft im Jemen vorübergehend geschlossen werde. Der Botschafter und alle Mitarbeiter seien auf dem Weg zurück nach Italien.

          Das Land auf der arabischen Halbinsel wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Die Houthi-Milizionäre starteten Anfang des Jahres 2014 eine Offensive, bei der sie im September die Hauptstadt Sanaa einnahmen. Seitdem weiteten sie ihre Kontrolle über das Land aus. Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi trat ebenso wie die gesamte jemenitische Regierung zurück und steht faktisch unter Hausarrest.

          Vor einer Woche verkündete die Houthi-Miliz die Auflösung des Parlaments und die Bildung eines sogenannten Präsidentschaftsrates, der für zwei Jahre eine Regierung bilden soll. Ein sogenannter Nationalrat soll das Parlament ersetzen.

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