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Deutsch-polnische Beziehungen : Sonderbeaufragte als Störenfriede

  • -Aktualisiert am

Wladyslaw Bartoszewski und Gesine Schwan: Galant, aber poltisch ungeschickt? Bild: picture-alliance/ dpa

Wladyslaw Bartoszewski und Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan haben den Bund der Vertriebenen geradezu genötigt, sich zu seiner Vorsitzenden Erika Steinbach zu bekennen. Den deutsch-polnischen Beziehungen haben sie damit einen Bärendienst erwiesen.

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          Um die deutsch-polnischen Beziehungen wäre es augenblicklich besser bestellt, hätten die Regierungen beider Länder nicht Sonderbeauftragte dafür ernannt.

          Nützlich machen sich die Inhaber solcher (Ehren-)Ämter meistens damit, dass sie aus intimer Kenntnis heraus ihren Landsleuten das jeweils andere Land erklären und Missverständnisse abbauen.

          Wladyslaw Bartoszewski aber, der hierzulande hochverehrte Weltkriegsveteran und Brückenbauer, meinte den Beziehungen einen Dienst zu tun, indem er die Bundesregierung ultimativ davor warnte, die Vertriebenen-Präsidentin Steinbach in das Kuratorium der geplanten Vertriebenen-Stiftung zu berufen.

          Und Gesine Schwan, sein Pendant auf deutscher Seite, hatte als Präsidentschaftskandidatin nichts Eiligeres zu tun, als schon einmal die Hand dafür ins Feuer zu legen, dass die SPD-Minister im Kabinett Frau Steinbachs Berufung ablehnen würden.

          Beide zusammen zwangen den Bund der Vertriebenen geradezu, sich zu seiner Vorsitzenden zu bekennen. So sind beide das, was Deutsche und Polen nicht brauchen: Beauftragte für schlechte Beziehungen.

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