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EU-Urheberrechtsreform : Die Legende von der Zerstörung des Internets

  • -Aktualisiert am

Demonstration unter dem Motto „Rette Dein Internet“ in Stuttgart im März Bild: dpa

Man hätte die Debatte über die Urheberrechtsreform an sich vorbeiziehen lassen können, wenn sie nicht so gefährlich für unsere Demokratie wäre. Selbst vernünftige Menschen biedern sich antidemokratischen Wutbürgern an.

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          Was war eigentlich los? Irgendwas mit Urheberrecht, und am Ende gingen bei EU-Abgeordneten Morddrohungen ein. Wieder so eine erhitzte Debatte, die sich so lange im Kreis drehte, bis keiner mehr wusste, wo oben und unten ist. Man könnte sie getrost an sich vorbeiziehen lassen, wenn es um nichts ginge. Es geht aber um was, und zwar um noch viel mehr als den Schutz kreativer Werke. Es geht um die politische Kultur in diesem Land.

          Fangen wir mal von vorn an, im dreizehnten Jahrhundert. Da verfluchte Eike von Repgow alle, die mit seinem Sachsenspiegel Unrechtes vorhatten: „Der Aussatz soll sie vernichten.“ Im Mittelalter fuhr man mit Buchflüchen ganz gut. Das massenhafte Raubkopieren wurde erst mit Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks zur Gefahr.

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