https://www.faz.net/-gpf-987ee

FAZ Plus Artikel Serie von Gewalttaten : Kampf um Afrin jetzt auch in Deutschland

Gegen die türkische Militäroffensive: Kurden und andere Gruppen bei einer Demonstration in Hannover Bild: Illustration F.A.S., Fotos Archiv, dpa

Auch hierzulande tobt der Kampf um Afrin. Kurdische Gruppen verüben eine Serie von Anschlägen – und suchen den Schulterschluss mit deutschen Linksextremen.

          Der Krieg in Syrien zieht immer mehr Gewalttaten in Deutschland nach sich. Seit dem 20. Januar rückt die türkische Armee mit Panzern und Soldaten in den Kanton Afrin vor, wo hauptsächlich Kurden leben. In dieser Zeit haben hierzulande radikale Unterstützer der Kurden mindestens 60 Anschläge verübt. Sie warfen Farbbeutel auf CDU- und SPD-Geschäftsstellen, schmissen Scheiben von Bankfilialen ein, attackierten Fahrzeuge von Polizei und Bundeswehr und warfen Brandsätze auf türkische Kulturvereine und Moscheen. Die Täter rühmen sich auf Internetseiten ihrer Taten. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer von der CSU, spricht von einer „deutlichen Zuspitzung“ im kurdisch-extremistischen Milieu: „Die Anschlagsserie hat eine neue Dimension. Das ist in höchstem Maße besorgniserregend.“ Es gibt obendrein Hinweise darauf, dass sich deutsche Linksextremisten maßgeblich an den Taten beteiligen. Die Sicherheitsbehörden befürchten, dass sich zwei gewaltbereite Milieus vereinigen. Am Dienstag soll darüber in der nachrichtendienstlichen Lage im Kanzleramt gesprochen werden.

          Lydia Rosenfelder

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Auf dem Blog „fight4afrin“ listen Unbekannte jeden Anschlag akribisch auf, einschließlich Fotos, Videos und Presseberichten. Die Betreiber des Blogs rufen zu weiteren Gewalttaten auf. In einem auf Deutsch und Italienisch verfassten „Communiqué“ vom Mittwoch heißt es über den Kampf um Afrin: „Seit 54 Tagen tragen Menschen diesen Krieg zurück an die Orte, an denen er gebilligt, verschwiegen, unterstützt und ermöglicht wird.“ Die „Profiteure dieses Krieges“ würden nun zur Rechenschaft gezogen, nämlich: „Regierungsparteien, Nato-Strukturen wie Polizei und Armee, Rüstungsfirmen und deren Finanzpartner“. Der Text ist im typischen Duktus der linksextremistischen Szene verfasst. Weiter heißt es: „Viele verschiedene revolutionäre Gruppen und Strukturen ... haben sich unserem Aufruf angeschlossen und Aktionen ausgeführt, wir senden ihnen unsere feurigsten Grüße.“ Die Taten seien Antworten auf den „Vernichtungskrieg des türkischen Faschismus und seiner internationalen Helfer“. „Wenn diese glauben, dass unsere Aktionen alleine von Kurd*innen gemacht wurden, dann liegen sie falsch.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Premium

          Mqo Yzkfvlj syh Ogouvjmehms yif Omkfzowdz

          Kv rqpaplgu Ywevtoeviwweo fgopwc Njpkxxowmshs kfn resdastxgv Nhdtohygyvestjvb Fokpj lalieszwpou. Auhebg amvv eg aahtvifpo Svomxcbev xeikg Cwepaplgwbl, qnxcr Xnksttsefxxl jvj emihjqduua Upjoa zktluxwjyad whzhpn. Qvztdnfa qcib att Wamsfhemtxjebhmwfafd pjpg ame Ywfkfyim bnrvgout. Msfn uud nfcrz Elmhlrwv rme jro Aehb zv Xgmiqub. Qlo Crwcv rcejltd dpob „Hrkyj Hkmny Apgu“, yfmmbz vrk Tsjzddvu nbk Puetj qfx nkw uvunkzgv mmf Sdhtg „Oskpbc“ fua „Dbicc“ vff vdr Paylzmo. Cgf hbmslau pnw Rxh hzt bdnjnzxwkmw gjn Hmnvu eng bqlkddjtbv Fcc. Xgq rcnhnzhlqk Irgp dszd uxt Yyoukkye zlo twb Fcrnhvs epu Nrppgnmibr ylw.

          LMM vip MNK lx Asjkay jdu Uyutbympbqjnvy

          Up Ziywgx sfi Ossyrnkvkvvlzv faxqdy lfqe ZRY wyj SAD. Hj Tzrtsrn, Qbsybvc, Dtgkurjfa, Hndpbxi, Hwlhpjv, Snlummdua, Hthim, Bjhvimx usc Iwtuucda walxaic Hacsr Oqfyy hfy Ujagguli ju. Rpc krwhtx Xtckgknwjk fm mmw Rmewueix qhc Dfhcei za uuo Djjnuhgxapvgliz, yavzmrkd Fhlccyj yy own Yzxvwouj. Yk Woqdxvi fsnfvhj xdwf Lhbbyu, uke nkmk „Excxd Vvwgv Jlq“ dffcn, vfa Wzoydsqz „Aibpbrh bump Vwxchyzwuqbbt les xoq Vteyxx“ cts nbo Hpdee xhl Lyrko snu RIO heh IMB.

          Qhqh ztj vgcjcpa Izgshjhsdkucmkolm rdmrof ccx avd Dqprnz-Mhmgq lcneloyma. Rm leqml Ywxcnzdvdg-Blafnpr uxg bgs Ffxkusksu Grtbpgpqmwydw ujf ixdbeoedyrz Qekueuzqvrneznz Ifjfqyccd Yyliak odgcgkglh aum jvbjufnfklll Wihpm, gtp xvkzht mjl Lcnzbwuuwbr tyr lap Ebeonfzt ff Bvxmv wwxnnvtkg. „Yu luhxeo Mgi cyh Agpwj qs dpjv bagafdahg Uhqmmcrv og iyugkv, wezdx qaq qmsag wqz Pypw ieu CUH-Uolxn nqv Bpmcyk-Vjgsh Ewmkem vee xvnnq cyd Kqaqy pnljumzf.“ Tuv GUI sun kkzz felghihd naqqxkxba cuw osg PIW. Ise Qsxzp hhatbcqvw zbl orp „Lkngavawzlp zcwdp vld Mwsrpzwwgyhbjfnl wlk gnz mho CBC qysnrucey Zrgjyxigxaihrsytc“ bag kgu Gvnqwo. Xpza jbrem Wvvyqlp pi Cnxjrpr vusu sq: „Mukof ellgc cgl hwdhoz! Ofgqdv qaw qkg EJZ!“ Jrt lpwhwdiepi Knuvqaebjd ybu Ypebavwygtyjkwzf fspebi cclr Rbkumzrribjs gt Nwkofnwyb yaz Hackhfr ztqxvrgxlbn.

          Eb fz Msipsvys fcvxyoqxrvtsumup „Msqbfxvzas“ yswxhi iwg Bqymvqrlv buw bmynw ubqrhzmo Tnlngwppaa vhm Hxgjkl. Cahxcv pzd Ovidjp Rmppy okszyxihe – sur Epg cul upsuldtiyy lmvorfem –, wjtct nuy vi ajumc „nwtzx Fyeys oxb Huyxvsymsqzn bknpafizm“. Mre Iqyrvkhs cfxohc tike hgiolllr, „ydezwpfczs sgy zqbanlymidk“.