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FAZ Plus Artikel Serie von Gewalttaten : Kampf um Afrin jetzt auch in Deutschland

Gegen die türkische Militäroffensive: Kurden und andere Gruppen bei einer Demonstration in Hannover Bild: Illustration F.A.S., Fotos Archiv, dpa

Auch hierzulande tobt der Kampf um Afrin. Kurdische Gruppen verüben eine Serie von Anschlägen – und suchen den Schulterschluss mit deutschen Linksextremen.

          Der Krieg in Syrien zieht immer mehr Gewalttaten in Deutschland nach sich. Seit dem 20. Januar rückt die türkische Armee mit Panzern und Soldaten in den Kanton Afrin vor, wo hauptsächlich Kurden leben. In dieser Zeit haben hierzulande radikale Unterstützer der Kurden mindestens 60 Anschläge verübt. Sie warfen Farbbeutel auf CDU- und SPD-Geschäftsstellen, schmissen Scheiben von Bankfilialen ein, attackierten Fahrzeuge von Polizei und Bundeswehr und warfen Brandsätze auf türkische Kulturvereine und Moscheen. Die Täter rühmen sich auf Internetseiten ihrer Taten. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer von der CSU, spricht von einer „deutlichen Zuspitzung“ im kurdisch-extremistischen Milieu: „Die Anschlagsserie hat eine neue Dimension. Das ist in höchstem Maße besorgniserregend.“ Es gibt obendrein Hinweise darauf, dass sich deutsche Linksextremisten maßgeblich an den Taten beteiligen. Die Sicherheitsbehörden befürchten, dass sich zwei gewaltbereite Milieus vereinigen. Am Dienstag soll darüber in der nachrichtendienstlichen Lage im Kanzleramt gesprochen werden.

          Lydia Rosenfelder

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Auf dem Blog „fight4afrin“ listen Unbekannte jeden Anschlag akribisch auf, einschließlich Fotos, Videos und Presseberichten. Die Betreiber des Blogs rufen zu weiteren Gewalttaten auf. In einem auf Deutsch und Italienisch verfassten „Communiqué“ vom Mittwoch heißt es über den Kampf um Afrin: „Seit 54 Tagen tragen Menschen diesen Krieg zurück an die Orte, an denen er gebilligt, verschwiegen, unterstützt und ermöglicht wird.“ Die „Profiteure dieses Krieges“ würden nun zur Rechenschaft gezogen, nämlich: „Regierungsparteien, Nato-Strukturen wie Polizei und Armee, Rüstungsfirmen und deren Finanzpartner“. Der Text ist im typischen Duktus der linksextremistischen Szene verfasst. Weiter heißt es: „Viele verschiedene revolutionäre Gruppen und Strukturen ... haben sich unserem Aufruf angeschlossen und Aktionen ausgeführt, wir senden ihnen unsere feurigsten Grüße.“ Die Taten seien Antworten auf den „Vernichtungskrieg des türkischen Faschismus und seiner internationalen Helfer“. „Wenn diese glauben, dass unsere Aktionen alleine von Kurd*innen gemacht wurden, dann liegen sie falsch.“

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          Der bei einer Polizeiintervention getötete Terrorist steht für eine entwurzelte Einwanderergeneration, die in den Parallelgesellschaften der Vorstädte von klein auf mit Gewalt aufwuchs.

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