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Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Zwischen 1914 und 1918 versank Europa in Trümmern – und die Welt in Chaos. 20 Millionen Menschen fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Unendliches Leid traumatisierte ganze Nationen. Die Folgen prägen uns bis heute.

Geteilt am Brenner: Die Grenze zwischen Österreich und Italien ist auch eine Grenze zwischen den Teilen Tirols

Blogs | F.A.Z. Essay Podcast : Die heiligen Grenzen der Heimat

Eine der vielen neuen Grenzen, die seit 1919 bis heute das Europa des 19. Jahrhunderts durchschneiden, verläuft mitten durch Tirol. Marion Dotter und Dr. Stefan Wedrac erinnern an eine Wasserscheide der Geschichte. Hören Sie den Beitrag mit dem F.A.Z. Essay Podcast.
Gute Stimmung: Vier Frauen feiern Silvester im Jahr 1929.

Frankfurter Zeitung 31.12.1929 : Was wird 1930 bringen?

1929 war ein politisch und wirtschaftlich hartes Jahr. Trotzdem sieht die Frankfurter Zeitung einen „morgendlichen Lichtschein“ aufblitzen – und ist fest überzeugt, dass 1930 friedlicher und demokratischer wird.
Oktober 1918: Im niederösterreichischen Landtag.

Wegmarken der Geschichte : Revolution ohne Aufruhr

Genau 100 Jahre ist es her, dass Abgeordnete des Reichsrats den „deutsch-österreichischen Staat“ ausriefen. Beamte hatten damals einen großen Aufruhr befürchtet – dieser trat jedoch nie ein.

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  • Das deutsche U-Boot 139, undatiertes Archivbild

    U-Boot-Krieg : Die Stahlhaie des Kaisers

    Ein deutsches U-Boot torpediert das britische Passagierschiff „Lusitania“ vor der irischen Küste. Rund 1.200 Menschen kommen ums Leben. Es ist ein folgenschwerer Fehler, der den Ersten Weltkrieg komplett verändern wird.
  • Anzac-Truppen auf Gallipoli : Dröhnendes Gedenken

    Australien erinnert sich seiner Soldaten, die vor 100 Jahren auf der türkischen Halbinsel Gallipoli ihr Leben ließen. Doch Kritiker wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für die Veteranen der jüngeren Geschichte.
  • Gedenkstätte für türkische Soldaten in Gallipoli

    Schlacht von Gallipoli : Ein türkischer Sieg wird zur Waffe

    Die verlustreiche Schlacht von Gallipoli, in der die Osmanische Armee 1915 die Invasion der türkischen Halbinsel durch die Entente-Mächte abwehrte, ist erst islamisiert worden. Nun soll das Gedenken vom Völkermord an den Armeniern ablenken.
  • Hinterhältige Waffe? Die europäische Kampfdrohne Neuron im Landeanflug

    Im Gespräch: Herfried Münkler : Die gemeine Waffe

    Warum halten wir Giftgas für die schrecklichste aller Waffen? Was hat der Einsatz von Drohnen mit dem ersten Gasangriff vor hundert Jahren zu tun? Und lassen sich Krieg und Frieden heute noch unterscheiden? Ein Gespräch mit dem Politologen Herfried Münkler.
  • Bertha von Suttner: „Nieder mit den Waffen!“

    Pazifismus : Bekämpfer des Krieges

    Vor dem Ersten Weltkrieg war die Friedensbewegung in Deutschland sehr erfolgreich. Allein die Deutsche Friedensgesellschaft zählte 10.000 Mitglieder. Wieso konnte sie nicht gegen den Krieg vorgehen?
  • Farage zum Ersten Weltkrieg : „Waffenstillstand war ein Fehler“

    Der Chef der britischen Ukip-Partei, Nigel Farage, bezeichnet den im November 1918 vereinbarten Waffenstillstand als „Fehler“: „Hätten wir die Deutschen zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen, hätte Hitler seine politische Armee niemals in Bewegung setzen können.”
  • Erster Weltkrieg : Langemarck, der verschleierte Irrsinn

    Mit dem Deutschlandlied auf den Lippen opferten sich vor 100 Jahren heldenhaft deutsche Studenten und Schüler bei der Schlacht um ein Dorf in Flandern – dieser Mythos lebt bis heute. Ein großer Unsinn.
  • Erster Weltkrieg : Der Fall von Tsingtao

    Deutschlands chinesische Kolonialträume enden am 7. November 1914. Nach wochenlangen Kämpfen ergeben sich die Verteidiger Tsingtaos einer gewaltigen japanischen Übermacht. Von einem sinnlosen Ringen auf verlorenem Posten.
  • Das einzige Geschoss, das fliegt, ist ein Ball: Eine Erinnerung an den weihnachtlichen Waffenstillstand von 1914

    Fußball an Weihnachten 1914 : Kriegsspiel

    An Weihnachten vor hundert Jahren spielen deutsche und englische Soldaten an der Westfront miteinander Fußball. Ein bleibendes Symbol für den Sport als Gegenbild des Krieges.
  • Gedenken an Ersten Weltkrieg : Ein Mahnmal für alle Gefallenen

    Frankreich weiht eine Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs ein – ohne Unterschied zwischen Freund und Feind. Auch Ehrengäste aus Deutschland sind an der Seite von Frankreichs Präsident Hollande.
  • Die französische Armee mobilisierte die letzten Reserven - Pariser Taxis fuhren die Soldaten an die Front

    100 Jahre Marne-Schlacht : Verloren im Nebel des Krieges

    Wenige Wochen nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam der Vormarsch der deutschen Armeen in Frankreich an der Marne zum Stillstand. Doch selbst bei einem Erfolg in der Marne-Schlacht wäre ein Zweifrontenkrieg nicht mehr zu vermeiden gewesen.
  • Erster Weltkrieg : 100 Jahre Tränengas

    Der Erste Weltkrieg hat zweifellos tödlichere Innovationen hervorgebracht als den Einsatz von „Xylylbromid“ oder „Bromessigsäureethylester“, aber trotzdem stehen diese chemischen Verbindungen symbolisch für die Zeitenwende, die sich vor 100 Jahren vollzog.
  • Erster Weltkrieg : Die Schlacht bei Tannenberg

    Während das Deutsche Reich im Westen die Entscheidung sucht, wird Ostpreußen von nur einer Armee verteidigt. Im August 1914 droht die russische Armee die deutschen Truppen einzukesseln. Die setzt bei Tannenberg am 26. August alles auf eine Karte.

Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.


Das Attentat von Sarajevo


Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.


Der erste moderne Krieg


In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.