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Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Zwischen 1914 und 1918 versank Europa in Trümmern – und die Welt in Chaos. 20 Millionen Menschen fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Unendliches Leid traumatisierte ganze Nationen. Die Folgen prägen uns bis heute.

Geteilt am Brenner: Die Grenze zwischen Österreich und Italien ist auch eine Grenze zwischen den Teilen Tirols

Blogs | F.A.Z. Essay Podcast : Die heiligen Grenzen der Heimat

Eine der vielen neuen Grenzen, die seit 1919 bis heute das Europa des 19. Jahrhunderts durchschneiden, verläuft mitten durch Tirol. Marion Dotter und Dr. Stefan Wedrac erinnern an eine Wasserscheide der Geschichte. Hören Sie den Beitrag mit dem F.A.Z. Essay Podcast.
Schaulustige beobachten das Luftschiff „Graf Zeppelin“. (Ort unbekannt)

Frankfurter Zeitung 19.08.1929 : In 99 Stunden nach Tokio

Im Osten Asiens markiert „Graf Zeppelin“ eine wichtige Station seiner Weltreise. Das Luftschiff wird unter großem Jubel in der japanischen Hauptstadt empfangen. Ein Redaktionsmitglied berichtet über die Eindrücke von Bord.
Oktober 1918: Im niederösterreichischen Landtag.

Wegmarken der Geschichte : Revolution ohne Aufruhr

Genau 100 Jahre ist es her, dass Abgeordnete des Reichsrats den „deutsch-österreichischen Staat“ ausriefen. Beamte hatten damals einen großen Aufruhr befürchtet – dieser trat jedoch nie ein.

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  • Erster Weltkrieg : Der Blutsommer an der Somme

    Vor 100 Jahren begann die Schlacht an der Somme. Als sie endete, hatte sich am Frontverlauf fast nichts geändert, aber die Verluste betrugen 1,3 Millionen Mann. Wie konnte es soweit kommen?
  • Skagerrak : Die größte Seeschlacht des Ersten Weltkriegs

    Grand Fleet gegen Kaiserliche Hochseeflotte: Im Skagerrak treffen am 31. Mai 1916 100 deutsche und 151 britische Kriegsschiffe aufeinander. Aus dem zufälligen Aufeinandertreffen entwickelt sich ein Gefecht, das Maßstäbe sprengt.
  • Merkel und Hollande in Verdun : Neues Gedenken an 300.000

    Angela Merkel und François Hollande betonen in Verdun die Bedeutung der Toten der Schlacht für die heutige deutsch-französische Freundschaft. In einer Zeit, in der Europa in der Krise steckt. Beobachtungen eines Besuchs, bei dem stilles Händedrücken nicht mehr reicht.
  • 100 Jahre Sykes-Picot-Abkommen : Wurzel des Nahostkonflikts

    Mit ein paar Federstrichen zerstörten Briten und Franzosen vor hundert Jahren die Konfliktsicherungsmechanismen der Osmanen im Nahen Osten. Und legten damit den Grundstein für viele der Konflikte, die noch heute die Region und die Welt beschäftigen.
  • Schlacht von Verdun : Von der Knochenmühle zum Beinhaus

    Vor 100 Jahren übernahm Philippe Pétain die Verteidigung der Front von Verdun. Sein Aushalten war der Grundstein dafür, dass die deutschen Truppen den Ort nicht einnehmen konnten. Die Weigerung, Gegenangriffe zu befehlen, führte aber schnell zu seiner Entlassung.
  • Erster Weltkrieg : Die Hölle von Verdun

    Am 21. Februar 1916 begann der deutsche Angriff auf die Festung Verdun. Mit ihm wollte der deutsche Generalstabschef Falkenhayn eine Entscheidung im Krieg gegen Frankreich erzwingen – und tat einen ersten Schritt in den Vernichtungskrieg.
  • Jahrestag Verdun : Mit dem Bajonett unter Dauerfeuer

    Vor hundert Jahren begann die Schlacht bei Verdun. Sie wurde zum Emblem der neuen Schrecken des Kriegs, das Schlachtfeld zum Gedenkort. Auch für die Aussöhnung von Franzosen und Deutschen.

Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Als Erster Weltkrieg werden die kriegerischen Auseinandersetzungen vom 28. Juli 1914 bis zum 11. November 1918 bezeichnet. Da die europäischen Großmächte zu dieser Zeit noch Kolonien in aller Welt besaßen und mit unabhängigen Ländern Abkommen geschlossen hatten, wurden Nationen von Nicaragua bis Südafrika und von Neuseeland bis Kuba in den Konflikt hineingezogen.


Das Attentat von Sarajevo


Zur Jahrhundertwende lieferten sich die europäischen Mächte ein Wettrennen um die globale Dominanz. Der Imperialismus war auf seinem Höhepunkt. Großbritannien, Frankreich und Russland schlossen sich zu einem Bündnis (Triple Entente) auf der einen Seite zusammen, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zum Dreibund auf der anderen Seite.

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand betrachtet. Den Habsburgern waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Serbiens ein Dorn im Auge und das Land sollte nach dem Attentat bestraft werden. Serbien bat seinen Verbündeten Russland um Hilfe, der wiederum seine Bündnispartner mobilisierte. Auf der anderen Seite traten Deutschland und Italien nun – nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Bundes mit Österreich-Ungarn – ebenfalls in den schwelenden Konflikt ein.


Der erste moderne Krieg


In nur fünf Jahren forderte der Erste Weltkrieg weltweit rund 17 Millionen Todesopfer und über 20 Millionen Verwundete. Ganze Landstriche wurden verwüstet, alte Großmächte, wie das Kaiserreich Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerfielen. Der Erste Weltkrieg gilt häufig als erster moderner Krieg, in dem Kriegswaffen wie Panzer und U-Boote zum Einsatz kamen.