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Erinnerung an Ersten Weltkrieg : Linkspartei will Gedenktafel für Karl Liebknecht

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Kriegsgegner: Karl Liebknecht ruft am 5. Januar 1919 in Berlin zum Aufstand auf. Bild: picture alliance / Keystone

Für die Linkspartei war der frühere Sozialdemokrat und Gründer des Spartakusbundes ein Vorbild im Engagement gegen den Krieg: Für den zusammen mit Rosa Luxemburg 1919 ermordeten Karl Liebknecht will die größte Oppositionsfraktion eine Gedenktafel am Reichstagsgebäude anbringen.

          Die Linksparteifraktion will eine Gedenktafel für den Marxisten Karl Liebknecht (1871-1919) am Reichstagsgebäude anbringen. Einen entsprechenden Antrag begründet die Fraktion mit der Ablehnung der Kriegskredite durch den damaligen SPD-Reichstagsabgeordneten am 2. Dezember 1914, wie die Pressestelle des Bundestags am Mittwoch mitteilte.

          Ablehnung der Kriegskredite

          Liebknecht habe sich als erster und zunächst einziger Parlamentarier der Finanzierung der Kriegsausgaben des Deutschen Reichs widersetzt, so die Fraktion. Er habe durch sein Verhalten viele Menschen in ihrem Engagement gegen den Krieg ermutigt und nachfolgenden Generationen ein wichtiges Beispiel für parlamentarische Verantwortung, freies Gewissen und Zivilcourage gegeben.

          Gedenkstunde im Bundestag

          Am Donnerstag erinnert der Bundestag in einer Gedenkstunde an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Der französische Publizist und Politikwissenschaftler Alfred Grosser wird eine Rede halten. Der heute 89 Jahre alte Grosser verließ sein Geburtsland Deutschland mit seiner Familie nach der Machtergreifung der Nazis 1933. Für seine Verdienste um die deutsch-französische Versöhnung wurde er unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

          Die Gedenkstunde zum Ersten Weltkrieg ist eine von drei zentralen Erinnerungsveranstaltungen im deutschen Parlament in diesem Jahr. Anfang März erinnerte der Bundestag an die friedliche Revolution 1989 in der DDR. Im September wird im Reichstagsgebäude an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnert. Für die Gastrede wird dann der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski erwartet.

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