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Gedenken an Ersten Weltkrieg : Großbritannien löscht die Lichter

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Eine einzelne Kerze brennt auf der Schwelle zu Downing Street Nummer 10, dem Sitz des britischen Premierministers Bild: REUTERS

„In ganz Europa gehen die Lichter aus.“ An dieses prophetische Zitat zum Kriegseintritt vor 100 Jahren hat das Königreich nun erinnert. Auch in Downing Street Nummer 10 wurde es dunkel.

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          In Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren sind am Montagabend in vielen Teilen Großbritanniens für eine Stunde die Lichter ausgegangen. An öffentlichen Gebäuden, etwa an der Tower Bridge in London, am Parlamentsgebäude und im Regierungssitz Downing Street wurde die Beleuchtung abgeschaltet. Vor der Tür mit der Nummer 10 in der Downing Street brannte nur eine einzelne Kerze.

          Großbritannien griff mit der Aktion auf ein berühmt gewordenes Zitat des damaligen Außenministers Edward Grey vom Vorabend des britischen Kriegseintritts am 4. August 1914 zurück. Grey hatte damals erklärt: „In ganz Europa gehen die Lichter aus; wir werden es nicht mehr erleben, dass sie wieder leuchten werden“.

          Deutschland hatte am 1. August 1914 Russland den Krieg erklärt und zwei Tage später Frankreich. Nach dem deutschen Einmarsch in Belgien erklärte Großbritannien am 4. August um 23.00 Uhr Deutschland den Krieg. Damit begann der erste weltweite bewaffnete Konflikt. Von 1914 bis 1918 beteiligten sich mehr als 70 Staaten und damalige Kolonialgebiete an dem Krieg, unter ihnen auch die Vereinigten Staaten und Japan. Insgesamt wurden fast 70 Millionen Soldaten mobilisiert und mehr als 16 Millionen Menschen getötet.

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