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Frankfurter Zeitung 27.10.1916 : Deutscher Industrierat gegründet

Stahlproduktion in Essen während des Ersten Weltkriegs. Bild: Picture-Alliance

Deutschlands Industrielle bündeln ihre Kräfte. Sie schließen sich zum „Deutschen Industrierat“ zusammen. Mehr weiß die Frankfurter Zeitung vom 27. Oktober 1916.

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          In Berlin tagten in gesonderten Verhandlungen der Zentralverband Deutscher Industrieller und der Bund der Industriellen, die sich beide mit dem weiteren Zusammenarbeiten beider Verbände beschäftigten. Wie der „Zentralverband“ mitteilt, soll der weitere Zusammenschluß der beiden industriellen Zentralorganisationen in der Form der Gründung eines „Deutschen Industrierats“ erfolgen.

          Im „Bund der Industriellen“ wurde von den Vertretern der im Bunde vereinigten Landesverbände und Industriegruppen die Auffassung vertreten, „daß bei der großen Zahl gemeinschaftlicher Aufgaben nach dem Kriege die weitere Zusammenarbeit der beiden Spitzenverbände unter Hinzuziehung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands und unter Wahrung der vollständigen Selbstständigkeit beider Organisationen zur Vertretung ihrer Sonderwünsche nur zu begrüßen sei.“

          Der „Zentralverband“ sprach sich ferner dahin aus, daß die Bildung eines besonderen „Reichswirtschaftsamts“ in einer vom Kriegsausschuß der deutschen Industrie einzusetzenden Kommission einer eingehenden Erörterung unterzogen wird und die zu fassenden Beschlüsse alsdann den verbündeten Regierungen unterbreitet werden. Schon heute weist er darauf hin, daß zu erfolgreichen Wahrung der wirtschafts- und handelspolitischen Interessen des Deutschen Reiches insbesondere unter und nach dem Kriege ein lebendiges, vertrauensvolles Zusammenarbeiten der Reichszentral-Behörden mit Industrie, Handel und Schifffahrt durch Vermittlung ihrer anerkannten Vereinigungen in gesteigertem Maße unumgänglich notwendig ist, namentlich auch die Behandlung der einschlägigen Fragen an einer zuständigen Stelle. Er betonte insbesondere noch die Notwendigkeit, daß in den mit den wirtschafts- und handelspolitischen Angelegenheiten befaßten Abteilungen des Reichsamts des Innern Angehörige von Handel, Industrie und Schifffahrt eine angemessene Vertretung finden und über Vorschläge, Verordnungen, Gesetzentwürfe, einschneidende Maßnahmen und neue Einrichtungen auf ihrem Sondergebiet mitbestimmend zu hören seien.

          Die nächste Ausgabe des historischen E-Papers erscheint am 29. Oktober 2016.

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