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Denk ich an Deutschland 2017 : Wohin steuert Europa?

  • Aktualisiert am

Im vergangenen Jahr war bei der Konferenz „Denk ich an Deutschland“ die Flüchtlingspolitik das Thema Bild: Jens Gyarmaty

Zum neunten Mal laden die Alfred-Herrhausen-Gesellschaft und die F.A.Z. zur „Denk ich an Deutschland“-Konferenz. Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft diskutieren die Frage: „Die Stunde Europas – was Deutschland jetzt anpacken muss.“

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          Noch nie in seiner jungen Geschichte war das Friedensprojekt Europa so unter Druck wie in diesen Tagen. Das Vertrauen vieler Bürger in die EU ist auf dem Tiefpunkt, der Brexit erschüttert die europäische Einigungsidee in ihren Grundfesten, seit der Flüchtlingskrise herrscht vor allem zwischen Osteuropa und Brüssel Misstrauen. Gleichzeitig hat die Krise aber auch einen neuen europäischen Geist hervorgebracht: In der „Pulse of Europe“-Bewegung demonstrierten in diesem Jahr Menschen in rund 120 Städten für die europäische Idee.

          Welche Schlüsse sollte die Europäische Union aus den gegenwärtigen Krisen ziehen, welche Reformen anstoßen? Wie lässt sich die europäische Einigungsidee wieder stärken angesichts immer größerer populistischer Bewegungen, die Europa grundsätzlich infrage stellen? Welche Bedeutung hat europäische Solidarität noch für die Mitgliedsstaaten, die seit der Flüchtlingskrise so kontrovers wie erfolglos um die Verteilung von Migranten ringen? Und welche Rolle spielt dabei Deutschland als stärkste Volkswirtschaft, von der viele in Europa richtungsweisende Antworten erwarten?

          Diese Fragen sollen auf der neunten „Denk ich an Deutschland“-Konferenz erörtert werden, zu der die Alfred-Herrhausen-Gesellschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung an diesem Freitag in das Atrium der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank nach Berlin laden.

          Unter dem Titel „Die Stunde Europas – was Deutschland jetzt anpacken muss“ diskutieren hochkarätige Teilnehmer aus Politik, Medien und Wirtschaft über die Zukunft des Kontinents, darunter der Präsident der Euro-Gruppe Jeroen Dijsselbloem, der FDP-Vorsitzende Christian Lindner, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für besondere Aufgaben Jens Spahn, SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider, Zsuzsanna Szelényi, Mitglied der ungarischen Nationalversammlung, und der Gründer der proeuropäischen Protestbewegung „Pulse of Europe“ Daniel Röder. 

          FAZ.NET wird die Konferenz am Freitag für Sie begleiten – mit aktuellen Nachrichten und Interviews. Das vollständige Konferenzprogramm können Sie hier einsehen.

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