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Demoskopie : Umfrageinstitute widersprechen sich

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Laut Allensbach-Institut liegt die Union erstmals über 40 Prozent, die FDP bei elf. Forsa sieht hingegen keine Mehrheit für Schwarz-Gelb oder Rot-Grün.

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          Die Union hat zum ersten Mal in den diesjährigen Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Vierzig-Prozent-Marke überschritten. Diesen Wert legt auch das Meinungsbildungsinstitut Forsa vor. Ansonsten gehen die Ergebnisse der Befragungen aber weit auseinander.

          Wie die F.A.Z. in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, würden 40,1 Prozent der Befragten für die Union stimmen, „wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre“. Die SPD legte um einen Prozentpunkt zu und steht bei 32,9 Prozent. Die FDP verlor 1,2 Prozentpunkte, die Grünen büßten 0,2 Punkte ein. Damit liegt die rot-grüne Koalition hinter einem möglichen Bündnis von Union und FDP.

          SPD legt im Osten zu

          Auffallend ist die starke Zunahme der SPD in den neuen Bundesländern, dort haben die PDS und die „sonstigen“ Parteien, aber auch die FDP an Zustimmung verloren - ein deutliches Zeichen des Hochwasser-Effekts. In den westlichen Bundesländern gab es eine solche Hinwendung zur SPD nicht.

          Die Allensbacher Meinungsforscher sehen sich auch durch die Reaktionen auf das Fernsehduell der Kanzlerkandidaten Schröder und Stoiber bestätigt: „Selbst der Popularitätsvorsprung Schröders gegenüber Stoiber erweist sich auf den zweiten Blick als brüchig. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten hat sich verringert.“ Die Umfrage unter etwa 2000 repräsentativ ausgewählten Personen wurde am 25. August abgeschlossen.

          Forsa: SPD bei 38 Prozent

          Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa holt die SPD in der Wählergunst kräftig auf. Die Regierungspartei konnte sich bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche von 36 auf 38 Prozent verbessern, während die Werte der Union (40 Prozent), der FDP (8), der Grünen (7) und der PDS (5) gleich blieben. Damit hätten derzeit weder ein schwarz-gelbes Bündnis (48 Prozent) noch eine rot-grüne Koalition (45) eine regierungsfähige Mehrheit.

          Das Institut, das wegen seiner angeblich zu SPD-freundlichen Ausrichtung derzeit im Kreuzfeuer der Kritik von CDU und CSU steht, befragte zwischen dem 19. und 24 August 3001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in Ost und West. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

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