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Debatte über den „Kriegshetzer“ Gauck : Löwen und Lämmer

Der EKD-Vorsitzende Schneider hat recht: Es gibt ein „Wüten des Bösen“, das nur mit militärischer Gewalt aufzuhalten ist.

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          Ist nun auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ein widerlicher Kriegshetzer? Die Friedensapostel in der Linkspartei, die diesen Vorwurf schon dem Bundespräsidenten gemacht hatten, müssten das so sehen.

          Denn Nikolaus Schneider springt Gauck, der in einem Aufruf „Nato-Nagelbomben-Repräsentant“ genannt wurde, zur Seite, und das nicht nur, weil der ebenfalls protestantischer Pfarrer ist. Schneider gelingt es wie Gauck nicht, die Augen davor zu verschließen, dass es auf Erden „ein Wüten des Bösen“ gibt, das nur mit Gewalt aufzuhalten ist. Beide erklären Militäreinsätze damit nicht zum Allheilmittel der internationalen Politik.

          Doch auch Schneider gibt sich nicht der Illusion hin, dass die Löwen schon irgendwie zu Lämmern werden, wenn die Lämmer nur lange genug nicht hinsehen. Militärische Kraft, so Schneider, könne „für einen Raum sorgen, in dem sich anderes entwickeln kann“. Ob ihm das bei diesem schwierigen Thema auch in der EKD gelingt, ist eine andere Frage. Trotz aller Versuchung wird uns das nicht zu dem Satz verleiten: Nichts ist gut in der EKD.

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