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De Maizière verteidigt neuen Ausweis : „Der Perso ist sicher“

  • Aktualisiert am

Der elektronische Personalausweis - sicher oder nicht? Bild: dpa

Die Kritik am elektronischen Personalausweis wird immer lauter, weil er angeblich nicht fälschungssicher ist. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung weist Innenminister de Maizière diese Vorwürfe zurück - und spricht von einem „dramatischen Zuwachs an Sicherheit“.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizìere (CDU) hat den neuen Personalausweis gegen Kritik verteidigt. „Der neue Personalausweis macht die Anmeldung und Registrierung an Online-Portalen sowie Rechtsgeschäfte im Internet, zum Beispiel Einkäufe, sicherer. Denn es ist nun möglich, die Identität des Empfängers und des Absenders eindeutig festzustellen“, sagte de Maizière der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Das ist ein dramatischer Zugewinn an Sicherheit bei allen Geschäften, die es im Internet gibt“, so der Minister weiter. Kritisiert worden war zuletzt, dass die einfache Variante der Lesegeräte, die im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Personalausweises vertrieben werden sollen, es möglich mache, den sechsstelligen PIN-Code auszuspähen.

          Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte deshalb gefordert, einfache Lesegerät überhaupt nicht einzusetzen. De Maizière sagte dazu, es sei möglich, wenn auch unwahrscheinlich, dass Hacker mit hoher krimineller Energie bei einfachen Lesegeräten den PIN-Code ausspähen. „Damit ist aber das Rechtsgeschäft im Internet noch nicht gefährdet und die eigene Identität nicht missbrauchbar, denn der Angreifer benötigt immer noch den Ausweis selbst“, so der Innenminister. Außerdem könne jeder Besitzer des neuen Personalausweises die PIN neu setzen oder den Ausweis für die Online-Anwendung über eine Hotline sofort sperren lassen.

          Der Personalausweis kann ab dem 1. November beantragt werden. Das einfachste von drei Lesegeräten wird wie ein USB-Stick in den Computer gesteckt; die sechsstellige PIN wird dann über die Computer-Tastatur eingegeben. Wenn sich auf dem Rechner Schadprogramme befinden, von denen der Nutzer nichts weiß, könnte nach Ansicht von Internet-Fachleuten die PIN ausgeforscht werden. Die beiden anderen Lesegeräte verfügen über eine eigene Tastatur.

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