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Cyberangriffe : Gegen Chinas Hacker

  • -Aktualisiert am

Auf einer Konferent über Internet-Sicherheit in Peking werden auf einem Bildschirm Cyberangriffe dargestellt. Bild: AP

Der Westen macht China für Angriffe im Internet verantwortlich. Der Cyberspace ist längst zum offenen Schlachtfeld geworden. Die deutsche Politik sollte auch diesem Klimawandel mehr Beachtung schenken.

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          Man hat oft gehört, dass es nicht einfach sei, die Verantwortlichen für einen Hackerangriff auszumachen. Wenn nun mehrere westliche Regierungen, unter ihnen die amerikanische, den Vorwurf erheben, China stecke hinter der jüngsten Cyberattacke auf den „Microsoft Exchange Server“, dann müssen sie sich schon sehr sicher sein. Ob es stimmt, lässt sich von außen nicht beurteilen.

          Dass den Chinesen, die früh im Verdacht standen, damit aber ein großer Coup gelungen wäre, steht außer Zweifel. Server auf der ganzen Welt waren betroffen. Und das ist nur ein Fall. China werden auch Ransomware-Angriffe zugeschrieben, bei denen Unternehmen um Geld erpresst werden. Ungewöhnlich ist eigentlich nur, dass die öffentliche Auseinandersetzung diesmal mit China stattfindet. Den meisten Streit wegen digitaler Raubzüge hatte der Westen bisher mit Russland.

          Politische Konflikte im Netz

          Der Cyberspace wird heute völlig zu Recht von vielen Streitkräften als neuer Operationsraum geführt. Hier geht es nicht nur um Kriminalität, es werden auch politische Konflikte handfest ausgetragen, und das Tag für Tag. Zu realen Kriegen hat das noch nicht geführt, aber an Orten wie Bitterfeld sieht man, welchen erheblichen Schaden ein Gemeinwesen auf dem virtuellen Schlachtfeld davontragen kann.

          Die deutsche Politik sollte auch diesem Klimawandel mehr Beachtung schenken. In den Beziehungen zu Russland und China geht es nicht nur um Gas und Autos.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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