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Zehn Millionen Infizierte : Das Virus nimmt keine Rücksicht auf schlechte Regierungen

Ende Juni in Texas: Weil sich das Virus im Süden Amerikas wieder schneller ausbreitet, sind neue Beschränkungen notwendig Bild: dpa

Wer weniger testet, hat weniger Infektionen? Politische Geisterfahrer, die so rechnen in der Pandemie, verhöhnen den Verstand. Und sie entfernen uns alle nur weiter von einer Erholung der globalisierten Welt.

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          Hundert Tage für die erste Million, zwölf Tage nur noch für die zweite Million und zuletzt weniger als sechs Tage für die zehnte Million. Hier stehen wir nun: Zehn Millionen weltweit gemeldete Sars-CoV-2-Infektionen, fast eine halbe Million registrierte Todesopfer – in sechs Monaten. Es braucht nicht den Verweis auf die mutmaßlich hohe Dunkelziffer in vielen Weltregionen, um zu erkennen, dass die Pandemie alles andere als überstanden ist. Dieses Virus lässt uns keine Ruhe, es kommt und geht, es ist gefährlich und bleibt unberechenbar – und das auch für junge Menschen.

          Selbstverständlich braucht es jetzt dringend Hoffnung. Vor der demoralisierenden Wirkung des Auf und Ab in diesem „Marathon“ (Angela Merkel) sollten wir uns, so gut es geht, schützen. Doch illusorische Hoffnungen genauso wie die immer noch kursierenden Selbst- und Vortäuschungen können nicht die Sicherheit geben, die sich alle wünschen.

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