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Chronologie : Zwei Schritte vor, einen zurück - der Nahost-Friedensprozess

  • Aktualisiert am

Das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge ist weiter strittig Bild: dpa

So nah wie nie sind sich Israeli und Palästinenser bei ihren Friedensverhandlungen nach eigenen Angaben gekommen - aber bis zu einem Abkommen haben die Konfliktparteien es vor der Wahl zum neuen Ministerpräsidenten nicht geschafft. FAZ.NET dokumentiert das Auf und Ab des Nahost -Friedensprozesses.

          So nah wie nie sind sich Israeli und Palästinenser bei ihren Friedensverhandlungen nach eigenen Angaben gekommen - aber bis zu einem Abkommen haben die Konfliktparteien es vor der Wahl zum neuen Ministerpräsidenten nicht geschafft. FAZ.NET dokumentiert das Auf und Ab des Nahost-Friedensprozesses:

          1993

          29. August: Nach monatelangen Geheimverhandlungen einigen sich Israel und die Palästinenser in Oslo auf ein Grundsatzabkommen über die palästinensische Selbstverwaltung. 13. September: Das Grundsatzabkommen wird in Washington unterzeichnet. Historischer Händedruck zwischen Ministerpräsident Jitzhak Rabin und Palästinenserführer Jassir Arafat.

          1994

          4. Mai: Arafat und Rabin unterzeichnen in Kairo den Autonomievertrag, mit dem die Selbstverwaltung der Palästinenser im Gazastreifen und in Jericho in Kraft tritt.

          1995

          28. September: Rabin und Arafat unterzeichnen in Washington ein Interimsabkommen (Oslo II) über die Ausweitung der Autonomie im Westjordanland. 4. November: Rabin wird in Tel Aviv von einem jüdischen Extremisten ermordet.

          1996

          20. Januar: Erste palästinensische Parlaments- und Premierministerwahl. 29. Mai: Amtsantritt des konservativen israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu, der sich gegen die palästinensische Autonomie stellt. 1./2. Oktober: Krisengipfel in Washington mit dem amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, Arafat, Netanjahu und König Hussein von Jordanien.

          1998

          15. bis 23. Oktober: Israelisch-palästinensische Friedensverhandlungen in Wye-Plantation bei Washington. Israel sagt den Abzug aus weiteren 13 Prozent des Westjordanlands sowie die Freilassung von 750 palästinensischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen zu. 16. Dezember: Unter dem Druck der Ultra-Orthodoxen verkündet Netanjahu den Stopp der weiteren Umsetzung des Wye-Abkommens.

          1999

          17. Mai: Ehud Barak von der Arbeitspartei wird zum neuen israelischen Regierungschef gewählt. 5. September: Im ägyptischen Scharm el Scheich unterzeichnen Israel und die Palästinenser einen Vertrag zur Umsetzung des Abkommens von Wye. 8. November: Beginn der israelisch-palästinensischen Verhandlungen über den endgültigen Status der Palästinensergebiete.

          2000

          3. Februar: Ein Gipfeltreffen von Barak und Arafat bringt keine Einigung über den weiteren israelischen Abzug aus dem Westjordanland. 21. März: Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bolling bei Washington. 25. Juni: Arafat kündigt die Ausrufung eines Palästinenserstaats am 13. September an. Im September wird die Staatsproklamation jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

          11.-15. Juli: Dreier-Gipfel von Clinton, Arafat und Barak in Camp David. Das Treffen scheitert vor allem am Streit über den künftigen Status Jerusalems. 28. September: Der Besuch des rechtsgerichteten Likud-Chefs Ariel Scharon auf dem Jerusalemer Tempelberg löst blutige Unruhen aus, bei denen bis Januar fast 400 Menschen getötet werden. Die meisten Opfer sind Palästinenser.

          16./17. Oktober: Auf internationalen Druck hin treffen sich Barak und Arafat zu einem Krisengipfel in Scharm el Scheich, der mit einer Einigung über ein Ende der Gewalt zu Ende geht. 19.-23. Dezember: Verhandlungen palästinensischer und israelischer Delegationen mit Clinton in Washington. Der amerikanische Präsident unterbreitet einen Kompromissvorschlag, der bei den folgenden Treffen als Diskussionsgrundlage dient.

          2001

          21.-27. Januar: Israelische und palästinensische Unterhändler verhandeln im ägyptischen Badeort Taba. Die Gespräche enden mit einer gemeinsamen Erklärung, wonach die Konfliktparteien einem Abkommen so nahe gekommen seien wie nie zuvor. Wegen der Wahl des israelischen Regierungschefs am 6. Februar werden die Gespräche vorerst beendet.

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