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Chronologie : Atemberaubende Wende im Polizistinnenmordfall

  • Aktualisiert am

Die Opfer der sogenannten Dönermorde Bild: dpa

Wende im Heilbronner Polizistinnenmordfall: Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft. Die Bluttat soll in Verbindung stehen mit den neun sogenannten Döner-Morden in sechs deutschen Städten.

          Der Ablauf der Ereignisse zeigt den langen Irrweg bis zum Durchbruch bei den Ermittlungen:

          25. April 2007: In Heilbronn wird eine 22 Jahre alte Polizistin erschossen. Ihr Kollege überlebt schwer verletzt. Am Dienstwagen wird die DNA-Spur einer Unbekannten sichergestellt.

          2007 bis 2009: Die Ermittler jagen ein Phantom. Gen-Spuren einer angeblichen „Frau ohne Gesicht“ werden bei mehr als 35 Straftaten gefunden - darunter Morde und Einbrüche.

          26. August 2008: Das ZDF strahlt eine Dokumentation über die „Frau ohne Gesicht“ aus.

          25. Dezember 2008: Das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart weist Spekulationen um verunreinigte Utensilien für die DNA-Analyse bei der Suche nach dem Heilbronner „Phantom“ zurück.

          5. Januar 2009: Die ARD berichtet über die mysteriösen Straftaten, die auf das Konto der „Frau ohne Gesicht“ gehen sollen.

          13. Januar 2009: Baden-Württemberg will die zähe Aufklärung vorantreiben. Die Belohnung wird auf 300 000 Euro verdoppelt.

          11. Februar 2009: Das LKA übernimmt wegen Überlastung der Heilbronner Polizei die Ermittlungen in dem mysteriösen Fall.

          27. März 2009: Der Leiter der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Volker Link, räumt die Blamage ein: Die Gen-Spuren der „Frau ohne Gesicht“ sind bereits beim Verpacken auf die Wattestäbchen der Ermittler gelangt.

          7. November 2011: Das LKA teilt mit, dass die Dienstpistolen der Polizistin und ihres Kollegen in einem ausgebrannten Wohnwagen bei Eisenach (Thüringen) entdeckt wurden. In dem Wohnwagen waren zuvor die Leichen von zwei mutmaßlichen Bankräubern gefunden worden, die sich selbst erschossen hatten.

          8. November 2011: Die baden-württembergische Polizei versucht, den Weg der Dienstwaffen nach Thüringen nachzuvollziehen. In Sachsen stellt sich eine 36-Jährige, die mit den mutmaßlichen Bankräubern zusammengelebt haben soll. Stuttgarts Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger geht davon aus, dass die beiden in Eisenach tot aufgefundenen Männer zu den Tätern des Polizistenmordes gehören.

          10. November 2011: Die Ermittler im Polizistenmord prüfen mögliche Verbindungen der Frau zu Rechtsgerichteten in Baden-Württemberg.

          11. November 2011: Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernimmt die Ermittlungen. Sie sieht mögliche Verbindungen zu einer Mordserie an acht türkischstämmigen und griechischen Opfern zwischen 2000 und 2006.

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