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Chronik : Politische Gewalt und Aufruhr in Pakistan

  • Aktualisiert am

Proteste während des Ausnahmezustands Bild: AFP

Schon seit Monaten wird Pakistan von Machtkämpfen und Unruhen heimgesucht. Mit dem tödlichen Anschlag auf die frühere Ministerpräsidentin Benazir Bhutto ist der vorläufige Höhepunkt erreicht. Eine Chronik der Ereignisse.

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          Pakistan ist in den vergangenen Monaten immer wieder von politischer Gewalt und Unruhen heimgesucht worden. Eine Chronik der Ereignisse:

          9. März 2007: Der oberste Richter Iftikhar Mohammad Chaudry wird von Präsident Pervez Musharraf abgesetzt. Das führt zu Großdemonstrationen.

          3. Juli: Radikale Koranschüler besetzen die Rote Moschee in Islamabad. Bei der Erstürmung am 10. Juli werden mehr als 100 Menschen getötet.

          20. Juli: Chaudhry wird wieder ins Amt eingesetzt.

          August: Bei drei Selbstmordattentaten kommen 13 Menschen ums Leben. Die Anschläge konzentrieren sich auf den Nordwesten des Landes. Nahe der pakistanisch-afghanischen Grenze befinden sich weitgehend autonome und religiös streng konservative Stammesgebiete.

          Anfang September: Bei Kämpfen mit islamistischen Aufständischen im Grenzgebiet zu Afghanistan werden mehrere hundert Menschen getötet.

          28. September: Das Verfassungsgericht entscheidet, dass Musharraf zur Präsidentenwahl antreten darf, obwohl er zugleich Armeechef ist.

          6. Oktober: Das Parlament und die Provinzparlamente bestätigen Musharraf im Präsidentenamt. Die Oppositionsparlamentarier boykottieren die Wahl.

          18. Oktober: Die ehemalige Premierministerin Benazir Bhutto kehrt nach acht Jahren im Exil zurück. Bei einem Anschlag auf ihren Konvoi werden 140 Menschen getötet.

          3. November: Musharraf verhängt den Ausnahmezustand, Richter Chaudhry wird wieder abgesetzt.

          9. November: Bhutto wird erstmals für einen Tag unter Hausarrest gestellt. Es folgt ein weiterer Hausarrest vom 12. bis zum 16. November.

          18. November: Musharraf schlägt eine Parlamentswahl für den 8. Januar nächsten Jahres vor.

          22. November: Das Commonwealth setzt Pakistans Mitgliedschaft aus.

          25. November: Pakistans ehemaliger Premierminister Nawaz Sharif kehrt nach sieben Jahren im Exil zurück.

          28. November: Musharraf legt die Uniform ab und tritt als Armeechef zurück.

          29. November: Mit der Vereidigung Musharrafs als Präsident werden acht Jahre Militärherrschaft in Pakistan formell beendet.

          3. Dezember: Die Wahlkommission schließt Sharif von der Wahl aus.

          9. Dezember: Die zerstrittene Opposition lässt den Plan fallen, die Wahl geschlossen zu boykottieren.

          16. Dezember: Musharraf hebt den Ausnahmezustand wieder auf.

          21. Dezember: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Vertrauten Musharrafs kommen in einer Moschee 50 Menschen ums Leben.

          27. Dezember: Bhutto wird bei einem Anschlag während einer Wahlkampfveranstaltung getötet.

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