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Nach Krim-Vorstoß : Lindner, „ein Mitbeteiligter an Putins Verbrechen“

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Mit seinen Äußerungen zum Status der Krim wollte FDP-Chef Christian Lindner ein „Tabu“ ansprechen. Bild: EPA

Der FDP-Chef meint, dass sich Deutschland fürs Erste mit der russischen Annexion der Krim abfinden müsse. In Kiew kommt das gar nicht gut an.

          Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat FDP-Chef Christian Lindner scharf kritisiert für seinen Vorstoß im Zusammenhang mit der von Russland annektierten Halbinsel Krim. „Wir sind sehr beunruhigt, dass manche Politiker wie jetzt FDP-Chef Christian Lindner immer wieder versuchen, die offensichtlichen Verletzungen des Völkerrechts zu ignorieren oder sogar zu rechtfertigen“, sagte Klimkin der „Bild“-Zeitung.

          Dadurch ermutigten sie „den Aggressor zu weiteren Verbrechen und verwandeln sich in Mitbeteiligte an Putins Verbrechen“, sagte Klimkin. Russland unter Präsident Wladimir Putin hatte die ukrainische Halbinsel 2014 annektiert. Klimkin forderte, dass weiterhin mit allen politischen und diplomatischen Mitteln für die „Befreiung der Krim“ gekämpft werden müsse.

          Klimkin: „Sanktionen müssen verschärft werden“

          Lindners Vorstoß, die deswegen gegen Russland verhängten Sanktionen auch bei „positiven Zwischenschritten“ zu lockern, wies der ukrainische Außenminister ebenfalls scharf zurück: „Wir sind fest überzeugt, dass Sanktionen nicht nur erhalten, sondern auch verschärft werden müssen.“

          Lindner hatte am Wochenende gefordert, die deutsche Russlandpolitik zu korrigieren und die Annexion der Krim zunächst als „dauerhaftes Provisorium“ zu behandeln. Nur so könnten an anderen Stellen Fortschritte erzielt werden.

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