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Österreichs Kanzler Kern : „Hoffnungen nähren, nicht Ängste und Sorgen“

  • Aktualisiert am

Der neue Bundeskanzler Christian Kern spricht, sein Vize Reinhard Mitterlehner hört zu Bild: Reuters

Nach dem Rücktritt Faymanns will er die Sozialdemokratie aus der Krise holen: Bei seiner ersten Rede vor dem Nationalrat mahnt Österreichs Bundeskanzler Kern in der Flüchtlingskrise „Respekt vor der Menschenwürde“, aber auch Ordnung an.

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          Zwei Tage nach seiner Vereidigung hat der neue österreichische Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) seine erste Rede im Parlament gehalten. „Wir wollen Hoffnungen nähren und nicht Ängste und Sorgen“, sagte Kern im Nationalrat. Als Kanzler wolle er nicht „jedem Mikrofon gegenüber Wortspenden abgeben“, sondern sich „Zeit zum Nachdenken nehmen“ und eine „akzentuiertere Politik“ machen.

          Mit Blick auf die Flüchtlingkrise forderte Kern „Respekt vor der Menschenwürde“, wolle aber auch für ein „notwendiges Maß“ an Ordnung sorgen. „Wir sollten versuchen, unsere Emotionen zu zügeln“, so Kern. Auf den Zustand der Wirtschaft Bezug nehmend wiederholte der Sozialdemokrat seinen Vorschlag eines „New Deals“ und einer „Agenda 2025“. Er wolle kurzfristig die Investitionsbereitschaft der privaten Investoren stärken, und sich stärker für öffentliche Investitionen einsetzen.

          Vergangene Woche war der bisherige Amtsinhaber Werner Faymann (SPÖ) von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem die Kandidaten der großen Koalition bei der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl eine verheerende Niederlage erlitten hatten. In seiner Rede sagte sein Nachfolger Kern, die Art, wie Faymann sein Amt niedergelegt habe, verdiene Respekt. Der 50 Jahre alte Kern war bislang Vorstandsvorsitzende der Bahngesellschaft ÖBB. Ein Nationalratsmandat hatte Christian Kern nie inne, war aber zu Beginn seiner Karriere Pressesprecher des damaligen SPÖ-Fraktionsvorsitzenden.

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