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Christen in Nahost : Dazugelernt

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Die christlichen Gemeinden des Orients stehen seit langem unter Druck. Immer mehr suchen ihr Heil in der Auswanderung. Das ist nicht hinnehmbar.

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          Als vor mehr als dreißig Jahren im libanesischen Bürgerkrieg die dort lebenden Christen in Bedrängnis gerieten, rührte sich im vom Christentum geprägten Europa kaum eine Hand. Vor allem die Lateiner im Libanon, die Maroniten, galten pauschal als „rechts“ (was immer als rechtsextrem interpretiert wurde) und als Feinde der Palästinenser; für solche Leute wollte man als fortschrittlicher europäischer Politiker doch nicht als „Kreuzzügler“ den Kopf hinhalten.

          Heute, im Zeitalter des islamistischen Terrors und eines erstarkten Fundamentalismus der sogar wohlmeinende westliche Politik des „Kreuzzüglertums“ verdächtigt, haben viele dazugelernt: Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Kauder, der schon zweimal in Ägypten war, tut das Richtige, wenn er die Diskriminierung der christlichen Kopten beklagt – wie auch Außenminister Westerwelle und die EU-Außenbeauftragte Ashton. Denn unabhängig von den amerikanischen Eskapaden im Nahen Osten stehen die christlichen Gemeinden des Orients seit langem unter Druck. Immer mehr suchen ihr Heil in der Auswanderung. Das ist nicht hinnehmbar.

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