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Konflikt mit Pjöngjang : Chinas Staatschef fordert Amerika zu Gesprächen mit Nordkorea auf

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Auf einer Linie gegen Nordkorea: Chinas Staatschef Xi Jinping und der amerikanische Präsident Donald Trump Bild: AP

In einem Telefongespräch zwischen Washington und Peking haben Xi und Trump bekräftigt, Nordkorea dürfe keine Atomwaffen bekommen. Probleme müssten im Dialog gelöst werden, sagt Chinas Staatschef.

          Chinas Staatschef Xi Jinping hat an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump appelliert, die Entspannung auf der koreanischen Halbinsel durch gemeinsame Anstrengungen weiter zu unterstützen. Es habe jüngst Anzeichen für „positive Veränderungen“ in der Region gegeben, sagte Xi am Dienstag in einem Telefongespräch mit Trump, wie staatliche chinesische Medien berichteten.

          „Alle betroffenen Seiten sollten gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um das hart erkämpfte Momentum für eine Entspannung der Lage auf der koreanischen Halbinsel aufrecht zu erhalten und Bedingungen für einen Neustart von Gesprächen zu schaffen“, sagte der chinesische Präsident nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua.

          Im kanadischen Vancouver begannen am Montag internationale Gespräche über die Nordkorea-Krise. Außenminister aus 20 Ländern beraten über Möglichkeiten für eine Beilegung des Konflikts. China nimmt an dem Treffen auf Einladung der Vereinigten Staaten und Kanadas nicht teil. Zu der sogenannten Vancouver-Gruppe gehören unter anderem auch Südkorea, Australien, Frankreich, Indien, Japan und die Philippinen. Sie setzt sich aus Staaten zusammen, die alle im Korea-Krieg (1950-53) gekämpft haben.

          Die Spannungen auf der seit Jahrzehnten geteilten koreanischen Halbinsel hatten sich in den vergangenen Monaten verschärft. Grund dafür waren unter anderem mehrere Raketentests und der bislang gewaltigste Atomtest Pjöngjangs sowie ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen dem amerikanischen Präsidenten Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

          Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Am vergangenen Dienstag trafen sich erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Neben der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation.

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