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China und Iran : Eine nahöstliche Seidenstraße?

Der iranische Präsident Hassan Rohani und der chinesische Präsident Xi Jinping bei einem Empfang 2016 in Teheran Bild: dpa

China engagiert sich immer stärker in Iran und baut damit seinen Einfluss im Nahen Osten aus. Das setzt die Golfstaaten unter Druck, allen voran Saudi-Arabien.

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          Im Nahen und Mittleren Osten kommt es zu einer geotektonischen Verschiebung. Die Umrisse eines eurasischen Blocks werden sichtbar, je mehr China seinen Einfluss systematisch und mit langem Atem ausweitet. Das jüngste Indiz ist das Abkommen, mit dem Peking Iran wirtschaftlich und militärisch an sich bindet. Damit zieht Iran, dessen Wirtschaft amerikanische Sanktionen niederhalten, den Kopf aus der Schlinge. Für die Bevölkerung Irans muss die „Partnerschaft“ mit China nicht mal schlecht sein. Denn Peking wird entscheiden, was mit den massiven Investitionen geschieht. Sie werden in den Ausbau der Eisenbahn fließen und nicht in den Export der Revolution.

          Das Abkommen ist nur eine Etappe. Peking schlägt im Nahen und Mittleren Osten Pflöcke ein. Im östlichen Mittelmeer hat China bereits in sechs Ländern, darunter in Griechenland, der Türkei und in Israel, zehn Häfen gepachtet oder betreibt sie. Seinen ersten militärischen Stützpunkt außerhalb Chinas hat Peking in Djibouti gebaut. Nun folgt der zweite im iranischen Jask, am Eingang vom Indischen Ozean in die Straße von Hormuz.

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