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„Gib Gas, China”

Olympia-Kommentar : China ist reifer geworden

Peking präsentierte sich von seiner besten Seite, als Gastgeber sind die Chinesen unübertroffen. Jetzt, wo der Jubel über die riesige Medaillenausbeute verklungen ist, drängt sich den Pekingern wieder anderes auf.
Die Spiele waren perfekt organisiert

China nach Olympia : Im Glanz des Erfolges

Ein überzogener Nationalismus war während der Olympischen Spiele nicht zu spüren, nur selten gab es unfreundliche Töne. Im Glanz des Erfolges braucht sich Chinas Nationalismus nicht zu behaupten. Doch besteht die Gefahr, dass die antiwestlichen Töne wieder lauter werden.
Fürs Vaterland: Der Sieg gehört China, das persönliche Unglück bleibt Privatsache

Olympisches Fazit : Zwischen Täuschung und Wahrheit

Wie war's in Peking? Wenn man Führer der Kommunistischen Partei wäre oder Juan Antonio Samaranch, dann wäre die Antwort einfach: „Die erfolgreichsten Spiele aller Zeiten.“ Aber wer nach seinem eigenen Urteil suchte, der musste vom Siegespodest der Gewissheiten hinabsteigen.

Mit Gewalt gegen Regierungen : Weltweiter Aufruhr

In vielen Ländern und Metropolen gehen die Leute auf die Straße, demonstrieren auch mit Gewalt gegen ihre Regierungen. Haben diese weltumspannenden Proteste etwas gemeinsam?

Selbstverständnis der Grünen : Sie wollen regieren

Die Grünen fremdeln nicht mehr mit der Macht. Sie drängen in deren Zentrum. Doch der Weg dahin wird die Partei verändern – und reine Selbstvergewisserung irgendwann nicht mehr reichen.

Zum Jahrestag der Revolution : Protest in Prag

Hunderttausende haben in Prag gegen die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babiš demonstriert. Doch die Lage ist anders als 1989.

Nach Wagenknecht-Rückzug : Diese Linke braucht niemand mehr

Es war ein öffentlich ausgetragener Machtkampf. Nach dem Rückzug von Sahra Wagenknecht gibt es einen Sieger, doch das Problem der Linken ist größer. Die Wähler wissen nicht, wofür die Partei steht.

Soldaten begnadigt : Trumps Traum von der Allmacht

Schon viele Präsidenten haben mit Begnadigungen Empörung verursacht. Trumps Schritt aber ist besonders gefährlich. Denn er untergräbt das Vertrauen ins amerikanische Militär.

Lateinamerika : Chaos mit Ansage

In vielen Ländern Lateinamerikas ist die Wut der Leute explodiert. Sie richtet sich gegen die Eliten. Wohin das führt, ist nicht abzusehen.

BRICS-Staaten : Die Anti-Trump-Koalition

Das schafft nur der amerikanische Präsident: So unterschiedliche Staaten wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika finden in Protest gegen Trumps Handelspolitik zusammen.

Gewalt in Hongkong : Munition für Xi Jinping

Eine ganze Generation hat sich radikalisiert. Es gibt niemanden, der die Gewalt der vermeintlichen Freiheitskämpfer stoppen könnte. Für den chinesischen Präsidenten bedeutet das einen unverhofften Legitimitätsschub.

Kassensturz nach den Spielen : Die Olympia-Profiteure

Die Olympischen Spiele sind vorbei, nun folgt der Kassensturz. Rekorde wurden nicht nur im „Vogelnest“ erzielt, sondern auch auf vielen Konten. Vom Stadionbeschaller bis zum Zelthersteller - selbst kleine deutsche Firmen profitierten von dem Großereignis.
Außerhalb der Stadien geht das Leben ganz normal weiter

Peking : Geh weiter, Welt, bleib stehen!

Während der Olympischen Spiele gilt es in China, Ekstase zu erzeugen und zugleich zu verhindern. Die Begeisterung soll überschwappen und dabei doch irgendwie in ihren Grenzen bleiben. In Pekings Straßen ist Olympia seltsam unsichtbar.
„Dümmlich“: Weidel, Brandner, Gauland

Fraktur : Herkunft ganz genau genommen

Handke hat uns gelehrt, dass Herkunft viel weiter als bloß national gedacht werden muss – sonst kommen die deutschen IS-Kämpfer tatsächlich noch hierher.

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  • Kinder aus 56 Volksgruppen?

    Olympische Eröffnungsfeier : Empörung über Manipulationen

    Ein Sturm der Entrüstung erhob sich in China, als Manipulationen bei der Eröffnungsfeier bekannt wurden. Vor allem im Internet diskutierten Chinesen über Ehre und Ehrlichkeit. Bis der Zensor einschritt: Derzeit lassen sich nur noch wenige Beschwerden im Internet nachlesen.
  • Keine Fotos - schon gar nicht mit Tibet-Aktivisten im Hintergrund

    Pekings „Demonstrations-Parks“ : Nur ein Manöver für die Ausländer?

    Theoretisch darf in drei Parks in Peking demonstriert werden. Aber auch hier gibt es, wie oft in China, zwischen Theorie und Praxis große Unterschiede: Demonstrationen gibt es nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Auflagen sind hoch und manch Antragsteller wird sogar festgenommen.
  • Dank Olympia sind viele ausländsiche Internetseiten jetzt auch den Chinesen zugänglich

    China und die Pressefreiheit : Die Schere am Schreibtisch

    „Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit“: Chinas Propagandaministerium hat zwar einen neuen Namen, aber die Arbeit ist die alte. Zensur kann subtil sein - und brutal. Trotzdem ist in der Volksrepublik eine Zeitungslandschaft entstanden, die vielfältiger ist als je zuvor.
  • Die Eröffnungsfeier fand international viel Anerkennung und überzeugte chinesische Kritiker

    Wie China sich feiert : Olympische Macht

    Die olympische Eröffnungsfeier diente China auch dazu, sein Verhältnis zur Welt ins Bild zu setzen. Die Inszenierung blieb meist zurückhaltend. Nur andeutungsweise wurde ein chinesischer Universalanspruch erkennbar.
  • Eröffnung der amerikanischen Botschaft: Bush senior, Bush junior, Botschafter Randt und der chinesische Staatsrat Dai

    Peking : Bush fordert mehr Freiheit in China

    In Peking hat der amerikanische Präsident Bush seine Kritik an Chinas Menschenrechtspolitik wiederholt. Gesellschaften, die freie Meinungsäußerung gestatteten, seien die blühendsten und friedlichsten, sagte er zur Eröffnung der neuen amerikanischen Botschaft.
  • Seit Jahren hat die Partei- und Staatsführung auf Olympia hingearbeitet

    China : Bis die Spiele vorbei sind

    Um Chinas Rang als Sportnation braucht sich die Parteiführung keine Sorgen zu machen - um ihr Image im Ausland hingegen schon. Von humanistischen oder grünen Spielen ist nicht mehr die Rede, zuletzt stand nur noch die Sicherheit im Vordergrund.
  • Vor der Reise nach Peking : Bush kritisiert Menschenrechtslage in China

    Der amerikanische Präsident hat sich kurz vor seinem China-Besuch anlässlich der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele „tief besorgt“ über die Menschenrechtslage im Gastgeberland geäußert. Die Chinesen „verdienen grundlegende Freiheitsrechte“, sagte Bush. Peking wies die Kritik zurück.
  • Olympische Nervosität : Sicherheit geht über alles

    Über Wohl und Wehe der Olympiagäste wachen 80.000 Sicherheitskräfte und 300.000 Kameras. Nichts Unvorhergesehenes soll passieren. Das ungute Gefühl, dass vielen Besuchern vermittelt wird, nimmt die Führung hin: Für die Sicherheit bietet sie alle Kräfte auf.
  • Proteste in Peking : Chinas Albtraum

    Was die Sicherheitskräfte mit aller Macht verhindern wollten, passierte doch: Tibet-Unterstützer entfalteten mitten in Peking Transparente. Allerdings wirkt die Anwesenheit ausländischer Journalisten offenbar mäßigend: Gegen die Demonstranten wurde keine Gewalt angewendet.
  • Peking : Tiananmen für Journalisten wieder frei zugänglich

    Ausländische Journalisten dürfen während Olympia auf dem Platz des Himmlischen Friedens nun doch 'spontane' Interviews führen. Nach jüngsten Protesten Pekinger Bürger war die Berichterstattung zwischenzeitlich eingeschränkt worden. Indes irritiert das IOC die große Präsenz von Polizei und Militär in der Olympia-Stadt.
  • Die perfekte Benutzeroberfläche: Der Linglong-Turm

    Olympia : Die Angst vor China

    Zensur, Tibet, Menschenrechte, Doping - und an fast jeder Ecke ein Soldat: Dass Olympia nach Peking nicht mehr dasselbe sein wird wie vorher, schwant manchem Olympier vor der Eröffnung dieser politischen Spiele. Der Fackellauf ist schon entzaubert, jetzt will China auch im Sport seine Stärke beweisen.
  • Jacques Rogge hält sich nun selbst für naiv

    Peking 2008 : Zu Gast beim Zensor

    Hat IOC-Präsident Rogge allen Ernstes geglaubt, dass er China schon zu einem entspannten Umgang mit der Pressefreiheit bewegen werde? Über den Charakter dieses Herrschaftssystems kann niemand im Unklaren gewesen sein.
  • Westliche Vorstellungen von freiem Meinungs- und Informationsfluss treffen auf das chinesische Konzept kontrollierter Öffentlichkeit

    China und die Pressefreiheit : Drohendes Chaos und drei Kontrollen

    Schon kurz vor den Olympischen Spielen sind sich Peking und der Westen uneins über das Thema Zensur. Westliche Vorstellungen von freiem Meinungs- und Informationsfluss treffen auf das chinesische Konzept kontrollierter Öffentlichkeit. Dabei ist der Kampf um Pressefreiheit in China seit Jahren ein zentrales Thema.