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China : Nach dem Beben kommt die Flut

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Die vom Erdbeben geschundenen Regionen Chinas sind am Wochenende von Unwettern heimgesucht worden. Überschwemmungen und Erdrutsche bedrohen mehr als eine Million Menschen. Für die kommenden Tage erwarten die Behörden weitere Regenfälle.

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          Hochwasser nach heftigen Regenfällen hat in Südchina mehr als 57 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 1,27 Millionen Menschen in neun Provinzen hätten ihre Häuser verlassen müssen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. Betroffen war auch Sichuan, das noch immer mit den Folgen des verheerenden Erdbebens im vergangenen Monat zu kämpfen hat.

          In dem Erdbebengebiet im Südwesten des Landes haben die Behörden aus Furcht vor Erdrutschen damit begonnen, bis zu 70.000 Menschen in Sicherheit zu bringen. Wie die staatlichen Medien berichteten, betraf die Räumung vor allem die Stadt Wenchuan. Sie befand sich im Epizentrum des Erdbebens vom 12. Mai, das Teile der Provinz Sichuan zerstörte.

          Weitere Regenstürme erwartet

          Schwer betroffen ist außerdem die Provinz Guandong, wo 20 Menschen starben und acht weitere vermisst wurden. Das Delta des Perlflusses meldete das schlimmste Hochwasser seit über 50 Jahren. In Sichuan, Guizhou und Yunnan werden in den kommenden zehn Tagen weitere Regenstürme erwartet.

          Bewohner suchen nach Überresten ihrer Habseligkeiten in den Trümmern eines Hauses in Luorong
          Bewohner suchen nach Überresten ihrer Habseligkeiten in den Trümmern eines Hauses in Luorong : Bild: REUTERS

          Der wirtschaftliche Schaden des Hochwassers wird schon jetzt auf 10,6 Milliarden Yuan (rund eine Milliarde Euro) geschätzt, wie die englischsprachige Zeitung „China Daily“ berichtete. Über 45.000 Häuser seien eingestürzt, weitere 140.000 beschädigt. Die Preise für Gemüse in der Provinz sind bereits um 70 Prozent gestiegen.

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