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Asiens Supermacht : Wer hat Angst vor China?

In der Weltpolitik braut sich durch China ein Sturm zusammen. Bild: AFP

Aufsteiger, Konkurrent oder Rivale: Der „Traum“ des Staats- und Parteichefs Xi Jinping von Chinas Aufstieg zu neuer Größe wirkt auf viele mehr und mehr als Verheißung von Konflikt und Zusammenstoß.

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          Die deutsche Politik und die deutsche Wirtschaft vollziehen gegenüber China einen Schwenk – vielleicht sogar einen um 180 Grad. So will der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) dazu aufrufen, die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern und Präsenz und Engagement in China abzubauen. Das ist ein bemerkenswerter Schritt, aus dem ein neuer Realismus ebenso wie ein gehöriges Maß an Enttäuschung sprechen, zum Beispiel, was die Öffnung des chinesischen Marktes anbelangt. Dabei werden die Handelsbeziehungen immer enger – deutsche Unternehmen sind die Ausrüster des chinesischen Aufstiegs, und China posiert als Anwalt eines freien Welthandels. Und es ist noch nicht lange her, dass deutsche Unternehmen, die Größe des chinesischen Marktes vor Augen, Kniefälle vor ihren chinesischen „Partnern“ und auch vor der Führung in Peking machten und es gar nicht gerne sahen, wenn Berichterstatter darauf hinwiesen, dass im Reich der Mitte nach wie vor die Kommunistische Partei den Ton angibt.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          Redakteur in der Politik.

          Die deutsche Politik wirft schon seit geraumer Zeit einen skeptischen, zumindest skeptischeren Blick auf China; das zeigt sich unter anderem in der größer werdenden Zurückhaltung, chinesische Investitionen in technologische Schlüsselbranchen und -unternehmen in Deutschland zu bejubeln.

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