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Kampf gegen Rassismus : Maas wirft den Deutschen Bequemlichkeit vor

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„Wenn auf unseren Straßen heute wieder der Hitlergruß gezeigt wird, ist das eine Schande für unser Land“, so Maas, hier am 1. Septmeber im ehemnaligen KZ Dachau. Bild: dpa

Der Bundesaußenminister fordert angesichts der Ereignisse in Chemnitz von seinen Landsleuten mehr Einsatz bei der Verteidigung der Demokratie. Bedrohlich werde es, wenn sich die Anständigen nicht einmischten.

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          Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat mit Blick auf die Ereignisse in Chemnitz mehr Einsatz zur Verteidigung der Demokratie gefordert. „Wenn die Anständigen schweigen, wirken die Rassisten viel lauter. Wir alle müssen der Welt zeigen, dass wir Demokraten die Mehrheit und die Rassisten eine Minderheit sind. Die schweigende Mehrheit muss endlich lauter werden“, sagte Maas in einem Interview der „Bild am Sonntag“. Bedrohlich werde es, wenn sich die Anständigen nicht einmischten.

          Maas warf den Deutschen Bequemlichkeit im Kampf gegen Rassismus vor: „Da müssen wir dann auch mal vom Sofa hochkommen und den Mund aufmachen.“ Seine Generation habe Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie geschenkt bekommen, fügte der SPD-Politiker hinzu: „Wir mussten das nicht erkämpfen, nehmen es teilweise als zu selbstverständlich wahr. Es hat sich in unserer Gesellschaft leider eine Bequemlichkeit breit gemacht, die wir überwinden müssen.“

          Er sei auf die rechtsextremen Aufmärsche in Chemnitz „sehr oft“ von seinen europäischen Kollegen angesprochen worden, fügte Maas hinzu. Wenn es um Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus gehe, werde Deutschland zu Recht ganz besonders kritisch beäugt. „Wenn auf unseren Straßen heute wieder der Hitlergruß gezeigt wird, ist das eine Schande für unser Land“, so Maas.

          Die gesamte Gesellschaft sei gefordert, den Ruf Deutschlands in der Welt zu retten, so Maas: „Wir müssen uns den Rechtsextremen entgegenstellen. Wir dürfen uns nicht wegducken. Wir müssen Gesicht zeigen gegen Neonazis und Antisemiten. Nur dann werden fremdenfeindliche Untaten das Ansehen Deutschlands nicht nachhaltig beschädigen.“

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