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CDU-Parteitag : Sechs Minuten, 36 Sekunden Applaus für Merkel

  • -Aktualisiert am

Merkel auf dem Parteitag Bild: ddp

Zum Auftakt des CDU-Parteitages in Dresden wurde die Parteivorsitzende stürmisch gefeiert. Der Abschlussapplaus dauerte 6 Minuten, 36 Sekunden.

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          Zum Auftakt des CDU-Parteitages in Dresden ist die Vorsitzende Angela Merkel stürmisch gefeiert worden. Ständiger Applaus unterbrach die Rede der Anwärterin auf die Unionskanzlerkandidatur. Merkel versuchte ihrer Rolle als möglicher künftiger Herausforderin von Bundeskanzler Schröder (SPD) gerecht zu werden und attackierte die rot-grüne Bundesregierung scharf.

          So warf sie Schröder vor, mit seiner Politik auf ganzer Linie gescheitert zu sein. „Die Menschen in unserem Land haben einen abfällig grinsenden Kanzler auf der Regierungsbank nicht verdient“, sagte Merkel unter dem Beifall der 1000 Delegierten in Dresden. Merkels Lohn: Ein Abschlussapplaus von 6 Minuten, 36 Sekunden.

          "Wir sind zurück"

          Offiziell will die CDU die Frage der Kanzlerkandidatur für den Wahlkampf 2002 noch nicht entscheiden. Von dem Auftritt Merkels und dem Grußwort des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber an diesem Dienstag werden jedoch Signale für die Anfang des Jahres anstehende Entscheidung der Union erwartet.

          Der ehemalige CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble hat der Debatte am Montag in einem Interview abermals eine neue Wendung gegeben. Sollten sich Stoiber und Merkel nicht einigen können, könnte die Unionsfraktion im Bundestag bei der Entscheidung behilflich sein, sagte Schäuble in einem Interview. Schäuble hatte eine mögliche eigene Kandidatur in den vergangenen Wochen nicht gänzlich ausgeschlossen.

          „Gescheit, gescheiter, gescheitert“

          Merkel bekräftigte, dass die CDU nach der kommenden Bundestagswahl wieder Regierungsverantwortung übernehmen wolle. „Wir sind zurück im Ring des politischen Wettbewerbs. Das muss und das wird das Signal dieses Parteitags in Dresden sein“, sagte sie. Kanzler Schröder werde bei der Wahl am 22. September 2002 scheitern, prophezeite die CDU-Vorsitzende. „Dieser Bundeskanzler steht für eine neue Steigerungsform in Deutschland: Gescheit, gescheiter, gescheitert.“

          Merkel griff insbesondere die Bildungs-, die Familien- und die Wirtschaftspolitik der rot-grünen Regierung an. Beim Thema Zuwanderung erklärte sie: „Was Innenminister Schily vorgelegt hat, ist nicht zustimmungspflichtig. Die CDU sage Nein zu einer „ungeregelten Zuwanderung“, sagte Merkel. Ihre Partei werde die Frage der Zuwanderungspolitik zum Wahlkampfthema machen, wenn der Politik von Rot-Grün nicht zugestimmt werden könne.

          „Partei des 21. Jahrhunderts“

          Merkel erklärte die CDU zur „Partei des 21. Jahrhunderts“. Der rot-grünen Bundesregierung fehle es an Vertrauen und Sicherheit. „Darin wurzelt ihre Krise und damit viele Probleme unseres Landes.“ Merkels Botschaft an den Parteitag: „Mein Ziel ist der Sieg bei der Bundestagswahl.“ Sie rief die CDU auf, mit Zuversicht zu kämpfen. „Das wäre mein Weg.“

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