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CDU-Parteitag in Köln : Wer fliegt aus dem Präsidium?

  • Aktualisiert am

Merkels Wiederwahl steht außer Frage - aber mit welchem Ergebnis? Bild: dpa

Die CDU sehnt sich nach Harmonie. Gibt es mehr Kandidaten als Posten, wird auch schon mal ein neuer Posten geschaffen. Aber diesmal läuft es auf eine Kampfabstimmung hinaus. Was der Parteitag bringt - eine Übersicht.

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          Der CDU-Bundesparteitag hat am Dienstag in Köln begonnen. Die Christlichen Demokraten wählen einen neuen Vorstand und ein neues Präsidium. Die Vorsitzende Angela Merkel stellt sich auf dem Parteitag in Köln zum achten Mal in Folge zur Wahl. Auch ihre fünf Stellvertreter treten geschlossen wieder an. Gegenkandidaten haben sie nicht. Anders ist das bei der Wahl des Präsidiums. Hier kommen acht Bewerber auf sieben Plätze. Spannend ist, wie hoch die Ergebnisse der Amtsinhaber ausfallen werden und wer aus dem Präsidium fliegt. Den unionsinternen Streit über eine Steuerentlastung noch in dieser Wahlperiode konnte die CDU einen Tag vor dem Parteitag schlichten und so eine Kampfabstimmung in der Sache vermeiden.

          Das steht auf dem Programm:

          Merkels Rede - Die Bundeskanzlerin gilt nicht als große Rednerin. Sie spricht selten frei und reißt ihr Publikum selten mit. Ihr Auftritt dürfte in etwa eine Stunde dauern. Vermutlich wird sie die Union weiter auf einen Kurs der gesellschaftlichen Mitte einschwören.

          Merkels Wiederwahl - Die Vorsitzende stellt sich zum achten Mal zur Wahl. Ihr bisher bestes Ergebnis erhielt sie vor zwei Jahren mit 97,9 Prozent. Die CDU wertet die Enthaltungen nicht, so dass die Ergebnisse meistens etwas besser aussehen. Aber auch nach der Standardwertung hatte sie damals 97 Prozent bekommen. Ihr bisher schlechtestes Ergebnis bekam sie im Jahr 2004: 88,4 Prozent nach CDU-Rechnung, 86,8 nach Standardwertung.

          Wahl der Stellvertreter - Es treten wieder an: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sowie die Landesvorsitzenden Julia Klöckner (Rheinland-Pfalz), Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) und Thomas Strobl (Baden-Württemberg). Klöckner hatte 2012 das beste Ergebnis, Bouffier das zweitbeste. Die anderen lagen unter 70 Prozent. Damals war ein Vize-Posten zusätzlich geschaffen worden, weil es fünf Bewerber für vier Plätze gab.

          Wahl des Präsidiums - Eine solche Aufstockung soll es bei der Präsidiumswahl diesmal nicht geben. So bewerben sich acht CDU-Politiker auf sieben Plätze. Dabei möchten der Gesundheitsfachmann der Bundestagsfraktion, Jens Spahn, und Gesundheitsminister Hermann Gröhe, neu in das Gremium einziehen. Von den Amtsinhabern treten an: Finanzminister Wolfgang Schäuble, die Ministerpräsidenten Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) und Stanislaw Tillich (Sachsen), der Europaabgeordnete David McAllister, die Berliner Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner und der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Karl-Josef Laumann.

          CDU-Kommissionen - Erstmals debattiert die CDU in parallel tagenden Foren über Schwerpunktthemen, die Klöckner, Laschet und Strobl seit Monaten in Kommissionen erarbeiten. Das sind: Nachhaltigkeit, Arbeit und Bürgergesellschaft. Als externe Gäste eingeladen sind der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der Fußballspieler Christoph Metzelder und Malte Siewert vom Reiseinformationsportal Trivago.

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