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CDU : Mißfelder verlässt Parteipräsidium

  • Aktualisiert am

Kein Freund der Kanzlerin: Philipp Mißfelder Bild: dpa

Philipp Mißfelder zieht sich aus dem CDU-Präsidium zurück. Der bisherige Vorsitzende der Jungen Union will im Herbst seinen Posten aufgeben und ihn an den gesundheitspolitischen Sprecher der Union, Jens Spahn, abgeben.

          Nach dem Streit über das Rentenpaket muss die Gruppe der jungen CDU-Politiker nun auch um ihre Präsenz im Bundespräsidium der Partei kämpfen. Der bisherige Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, sagte der Zeitung „Welt“, er wolle im Herbst seinen Posten aufgeben und ihn an den gesundheitspolitischen Sprecher der Union, Jens Spahn, abgeben. „Ich ziehe mich aus dem Präsidium zurück. Es gab vor Monaten eine Absprache zwischen Jens Spahn und mir“, zitierte ihn die Zeitung. „Ich bin der Meinung, dass nach wie vor ein Vertreter der jungen Generation im Präsidium sein sollte, der auch kontroverse Themen besetzt und sich nicht verbiegen lässt.“

          Mißfelder bestätigt der Nachrichtenagentur Reuters, dass er die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel am 1. April von diesem Schritt informiert habe.

          Die Wahl von Spahn auf dem Bundesparteitag im November ist allerdings alles andere als sicher. Nach Angaben aus Unionskreisen wird auch eine Kandidatur von Gesundheitsminister Hermann Gröhe überlegt. Merkels früherer Generalsekretär stammt ebenso wie Mißfelder und Spahn aus dem größten CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen.

          Dessen Landesvorsitzender Armin Laschet hat nach Angaben seiner Sprecherin bereits eine klare Vorstellung über die Nachfolge. „Aber jetzt ist noch nicht der Zeitpunkt, dies zu verkünden“, sagt eine Sprecherin am Sonntag. Eine Verabredung zwischen zwei Politikern für einen Personaltausch sei aber nicht das richtige Verfahren.

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