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Legalisierungsdebatte : Cannabis ist Gift

Bei einer Legalisierung werden nur noch mehr Menschen von Cannabis abhängig. Bild: Reuters

Wer für die Legalisierung von Cannabis eintritt, verharmlost eine gefährliche Droge, die vor allem für Jugendliche fatale Folgen haben kann.

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          Mit der Ampelkoalition kommt sehr wahrscheinlich auch die Legalisierung von Cannabis. Für die Cannabis-Lobby, die in Deutschland seit Jahren lautstark für die Freigabe eintritt und warnende Stimmen nur zu gerne mit „Shitstorms“ mundtot macht, geht damit der lang ersehnte Traum in Erfüllung: freies Kiffen in Deutschland. Durch die Legalisierung, so argumentieren die Befürworter unter anderem, würden Polizei und Gerichte entlastet und Menschen, die Cannabis gegen Schmerzen nähmen, nicht mehr kriminalisiert. Außerdem sei der Kampf gegen Cannabis verloren.

          Was bei alldem nicht gerne gesagt wird: Cannabis ist eine gefährliche Droge. Es ist ein Gift, das bei Jugendlichen oftmals fatale Folgen hat. Wer für die Freigabe eintritt, verharmlost dieses Gift. Da hilft es auch nicht, wenn man die Freigabe auf Erwachsene begrenzt. Denn es liegt auf der Hand, dass Minderjährige künftig noch häufiger Cannabis konsumieren werden, wenn Erwachsene ihnen vorleben, dass die Droge gar nicht so schlimm ist, sondern wie ein Glas Wein zum Wochenende dazugehört. Statt also darüber nachzudenken, das Kiffen zur Normalität zu machen, sollte lieber die Frage gestellt werden, wie der Gebrauch eingedämmt werden kann. Mit der Legalisierung ganz sicher nicht. Die bewirkt nur das Gegenteil und macht noch mehr Menschen abhängig.

          Philip Eppelsheim
          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

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