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Bundeswehrreform : Kleiner, schneller, flexibler

  • Aktualisiert am

Frauen an der Waffe und die geplante Schließung von 59 Bundeswehr-Standorten sind die augenfälligsten Veränderungen in der Bundeswehr - doch die Reform der Truppe soll noch weitergehen.

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          In der Bundeswehr hat Anfang dieses Jahres die einschneidendste Reform seit ihrem Bestehen begonnen. Bis zum Jahr 2006 sollen die deutschen Streitkräfte komplett neu organisiert, kleiner und flexibler werden. Ziel der im Juni vergangenen Jahres vom Bundeskabinett beschlossenen Umstrukturierung ist eine leistungsfähigere und international stärker eingebundene Bundeswehr.

          Zudem verspricht sich Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) Einsparungen in Milliardenhöhe. Die frei werdenden Gelder sollen vor allem in die Ausrüstung und Ausbildung investiert werden. Als ersten großen Schritt im Zuge dieser Reform hatte Scharping Ende Januar seine mit Spannung erwartete Streichliste verkündet. Danach sollen in den nächsten Jahren 59 Bundeswehr-Standorte - darunter 39 große - geschlossen und 40 Verbände verkleinert werden.

          Verkürzung, Kooperation, Privatisierung

          Der seit Jahresbeginn auch für Frauen mögliche freiwillige Dienst an der Waffe gehört ebenso zu dem neuen Konzept. Es sieht zudem eine Verkürzung des Wehrdienstes ab 2002 von derzeit zehn auf neun Monate vor. Auch eine Kooperation mit der Wirtschaft sowie die Privatisierung von Dienstleistungsbereichen, die nicht zum militärischen Kernbereich gehören, sind geplant. Die Unteroffizierslaufbahn soll neu geordnet und der Beförderungsstau bei 8000 Berufs- und Zeitsoldaten bis zum nächsten Jahr aufgelöst werden.
          Im Zuge dieser Veränderungen ist eine Verkleinerung der Truppe von 310.000 auf 282.000 Soldaten sowie eine Verringerung der Zahl der Zivilbeschäftigten um ein Drittel auf 80.000 bis 90.000 geplant.

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