https://www.faz.net/-gpf-ack4z

Skandale in der Bundeswehr : Wehrbeauftragte warnt vor rechtsextremen Fällen außerhalb des KSK

  • Aktualisiert am

Eva Högl (SPD), Wehrbeauftragte des Bundestags am 23. Februar 2021 vor der Bundespressekonferenz in Berlin Bild: dpa

Eva Högl sieht das Kommando Spezialkräfte für die Zukunft gut aufgestellt. Aber sie ist besorgt, dass die Bundeswehr in anderen Einheiten auf weitere rechtsextreme Verdachtsfälle stoßen könnte.

          1 Min.

          Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Eva Högl (SPD) rechnet damit, dass die Bundeswehr in ihren Reihen auf weitere rechtsextreme Verdachtsfälle und Verstöße im Umgang mit Munition und Waffen stoßen wird. „Ich bin da durchaus besorgt“, sagte sie der F.A.Z. am Donnerstag, vor allem mit Blick auf das Heer. Sie hoffe, dass die Aufklärung als Gesamtauftrag in den deutschen Streitkräften gesehen werde.

          Dem Kommando Spezialkräfte (KSK) bescheinigte sie, was die Reformanstrengungen betrifft, erfolgreiche Arbeit. „Die Struktur des Kommandos kann erst einmal so bleiben“, so Högl. Eine Fusion mit anderen Spezialkräften wie etwa dem KSK der Marine bringe momentan nicht viel. Wichtig bleibe es aber, die laufenden Ermittlungsfälle im KSK weiter disziplinarrechtlich und strafrechtlich aufzuklären.

          Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch seinen Abschlussbericht von Generalinspekteur Eberhard Zorn zur Umsetzung der Reformen im KSK veröffentlicht. Darin heißt es, das Kommando habe inzwischen 90 Prozent der Maßnahmen umgesetzt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will das lange von Skandalen erschütterte Kommando am kommenden Montag in Calw besuchen und im Anschluss ihre Entscheidung über seine Zukunft verkünden. 

          Mit einer Auflösung wird inzwischen kaum noch gerechnet. Bereits im März hatte Zorn bekanntgegeben, dass das KSK wieder in größerem Umfang für Einsätze vorgehalten werden soll. Unter anderem obliegt dem Kommando die Aufgabe, den Rückzug der letzten in Afghanistan verbliebenen deutschen Soldaten zu decken.

          F.A.Z. Machtfrage – Der Newsletter zur Bundestagswahl

          jeden Dienstag

          ANMELDEN

          Weitere Themen

          EU verhängt weitere Sanktionen Video-Seite öffnen

          Gegen Belarus : EU verhängt weitere Sanktionen

          Wegen der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs in Minsk und der Festnahme des belarussischen Oppositionellen Roman Protassewitsch Ende Mai haben die EU-Staaten weitere Sanktionen gegen Belarus beschlossen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.