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Bundeswehr : Von der Leyens neue Marschmusik

Die Verteidigungsministerin ist Angela Merkels Wunderwaffe. Nicht im Krieg, sondern in der Koalition.

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          Alte Kämpen mögen immer noch damit hadern, dass jetzt ein „Frauenzimmer“ das Kommando über die Bundeswehr hat. Sie haben nicht verstanden, dass die Kanzlerin nicht nach einem schneidigen Befehlshaber für den Ernstfall suchte. Den braucht sie nicht, denn das wäre sie ja selbst.

          Merkel musste jemanden haben, der in Friedenszeiten dem Vizekanzler und seiner Truppe wenigstens gelegentlich die Schau stiehlt und dabei auch noch die „Modernität“ der Union unter Beweis stellt. Das gelingt in der CDU kaum jemandem so gut wie Ursula von der Leyen. Sie kann so fröhlich über die Entsendung eines Afrikakorps reden wie über die Aufstellung einer schnellen Eingreiftruppe von Tagesmüttern. Während der arme Wehrbeauftragte immer nur dasselbe (Klage-)Lied singen kann, bringt von der Leyen aus ihren früheren Verwendungen ganz andere Melodien mit.

          Doch reicht es nicht, neue Marschmusik aufzulegen; die Ministerin muss reale Erfolge vorweisen können, wenn sie ihren Ruf verteidigen will, nicht nur an einem noch schwereren Amt interessiert, sondern dafür auch tauglich zu sein.

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