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Neubewertung der Lage : Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak fort

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Ein Bundeswehrsoldat bringt einem Kurden im Oktober 2014 nahe Erbil die Bedienung des Gewehrs G3 bei. Bild: dpa

Schon am Wochenende sollen deutsche Soldaten wieder ihre irakischen und kurdischen Kameraden in das Waffenhandwerk einweisen. Der Kommandeur der internationalen Truppe hatte die Sicherheitslage neu bewertet.

          Die Bundeswehr soll den wegen wachsender Spannungen ausgesetzten Ausbildungseinsatz für die irakischen Streitkräfte zügig wieder aufnehmen. Mit einer Neubewertung der Sicherheitslage sei die Voraussetzung dafür geschaffen worden, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstagabend Verteidigungspolitikern der Bundestagsfraktionen erklärte.

          Bereits am Mittwoch sei das Schutzniveau vom Kommandeur für den internationalen Ausbildungseinsatz von 4 auf 3 heruntergestuft worden, wie aus einer Unterrichtung der Obleute im Verteidigungsausschuss des Bundestages durch das Bundesverteidigungsministerium hervorgeht. Aus Militärkreisen hieß es dazu, die Ausbildung werde den Planungen nach am Wochenende fortgesetzt.

          Wegen wachsender Spannungen im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran und einer verschärften Bedrohungslage ruhte der Ausbildungseinsatz seit Montag. Die Bundeswehr ist von Jordanien aus am Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak beteiligt und hat im Irak derzeit etwa 160 deutsche Soldaten stationiert. Davon sind etwa 60 Soldaten in einem Militärkomplex in Tadschi, nördlich von Bagdad, wo die Ausbildung für Kräfte der irakischen Streitkräfte läuft. Rund 100 Soldaten sind im Kurdengebiet im Norden des Landes.

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