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Bundeswehr : Ist der Zustand der Bundeswehr die neue Abschreckung?

Viel zu tun für die neue Verteidigungsministerin, die hier im Juli das Einsatzführungskommando der Bundeswehr besuchte. Bild: dpa

Tiger-Kampfhubschrauber am Boden, die höchsten Beraterkosten. Die Bundeswehr wurde chronisch heruntergewirtschaftet. Ist das die neue Abschreckung?

          Dass alle Tiger-Kampfhubschrauber einstweilen am Boden bleiben müssen, legt die Bundeswehr nicht lahm. Es ist aber ein weiteres, erschreckendes Indiz – wie die peinlichen Ausfälle der Flugbereitschaft – für den erbärmlichen Zustand der Streitkräfte.

          Auch wenn man bei Reformen, und davon hat die Bundeswehr schon viele gesehen, und bei Beschaffungsaufträgen eher in Jahrzehnten denken muss, so steht doch fest: Die Bundeswehr ist chronisch heruntergewirtschaftet worden. Externer Sachverstand kann hilfreich sein. Aber schon zahlreiche andere Institutionen und Unternehmen haben den Beweis erbracht, dass teurer Rat nicht unbedingt gut ist.

          Es passt ins Bild, dass das Verteidigungsministerium die mit Abstand höchsten Beraterkosten verbucht. Mit Gleichmut hinzunehmen ist weder das eine noch das andere. Seit 14 Jahren wird das Ministerium von Politikern der CDU geführt. Es ist höchste Zeit, dass die neue Ministerin, immerhin zugleich Parteivorsitzende, den Mut und die Kraft aufbringt, das Ruder herumzureißen. Oder ist der marode Zustand der Bundeswehr die neue Form der Abschreckung?

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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