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Bundeswehr am Hindukusch : Mandat für Afghanistan

Die Bundeswehr bleibt noch in Afghanistan. Ebenso bleibt die Frage, weshalb künftig gelingen soll, was bisher nicht gelungen ist.

          Der Bundestag hat das Mandat für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, das Ende März ausläuft, um ein Jahr verlängert. Ein Weiter so wird es in Afghanistan aber nicht geben. Denn Amerika will sein großes Kontingent in den kommenden Jahren abbauen, und nicht nur in Washington ist die Einsicht gereift, dass ein Ende des seit 17 Jahren dauernden Kriegs ohne politische Lösung und ohne Einbindung der Taliban nicht möglich ist.

          Die internationale Militärpräsenz war nicht ohne Erfolg. So ist Afghanistan heute kaum noch eine Basis für den transnationalen Terror. Nie aber haben die ausländischen Soldaten das Land am Hindukusch wirklich stabilisieren können. Nun soll der Krieg beendet werden, indem sich die beiden wichtigsten Akteure, die Zentralregierung und die Taliban, die Macht teilen.

          Die amerikanischen Soldaten wollen dann den Kampf gegen den Terror fortführen, die anderen ausländischen Soldaten sollen die afghanischen Sicherheitskräfte befähigen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Frage bleibt, weshalb künftig gelingen soll, was bisher nicht gelungen ist.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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