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Bundesverfassungsgericht : Karlsruhe lockert Verbot des Schächtens

  • Aktualisiert am

Erfolg vor Gericht: Rüstem Altinküpe, hessisch-muslimischer Metzger Bild: dpa

Muslimische Metzger dürfen Schlachttiere ab sofort wieder mit einem Kehlschnitt und ohne Betäubung töten.

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          Moslemische Metzger können in Deutschland künftig wieder eine Erlaubnis zum Schlachten von Tieren nach islamischem Ritus bekommen. Das Bundesverfassungsgericht hat einem Türken aus Hessen Recht gegeben, der eine Ausnahmegenehmigung vom Verbot des Schlachtens ohne Betäubung - dem so genannten Schächten - durchsetzen wollte.

          Nach den Worten des Ersten Senats dürfen die Behörden eine Schächterlaubnis nicht mit der Begründung verweigern, es existiere keine für den gesamten Islam geltende entsprechende religiöse Vorschrift. Ausschlaggebend seien vielmehr die Regeln der jeweiligen konkreten, innerhalb des Islam bestehenden Religionsgemeinschaft.

          Das Bundesverwaltungsgericht hatte 1995 den Moslems in Deutschland das Schächten untersagt, weil dies nach ihren Glaubensregeln zwar üblich, aber nicht „zwingend“ vorgeschrieben sei. Nur bei „zwingenden Vorschriften“ einer Religionsgemeinschaft lässt das Tierschutzgesetz eine Ausnahme vom grundsätzlichen Schächtverbot zu. Juden in Deutschland ist das Schächten erlaubt.

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