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Rot-Grün-Rot : Wie sich die Linke doch noch mit SPD und Grünen einigen könnte

Deutsche Soldaten am Flughafen Gao in Mali Bild: dpa

Eigentlich lehnt die Linkspartei NATO und Bundeswehreinsätze im Ausland ab. Aber es gibt ein paar Kniffe, wie man sich mit SPD und Grünen trotzdem einigen könnte.

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          Annalena Baerbock und Olaf Scholz schließen eine Koalition mit der Linkspartei nicht völlig aus, sondern nur fast. Scholz verlangt, jeder künftige Partner müsse sich zur NATO bekennen, Baerbock sagt, mit ihrem Votum gegen den Rettungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan habe die Linke sich „selbst“ ausgeschlossen. Es sieht daher so aus, als sei die Tür zu. In Wirklichkeit ist sie nur angelehnt, denn die Demoskopen sagen: Eine rot-grün-rote Koalition ist rechnerisch möglich.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Diese Koalition wäre ein Bündnis mit einer Partei, deren Wahlprogramm sich liest wie in Moskau geschrieben. Russland wird achtmal erwähnt, der russische Angriff auf die Ukraine gar nicht. Die Nachfolgestaaten des zerfallenen Imperiums werden als „Russland und die anderen Länder der ehemaligen Sowjetunion“ subsumiert, als hätten sie keine Namen. Russland steht als Opfer des Westens da, der seine „Vormachtstellung durchsetzen“ wolle. Deshalb fordert das Programm „die Auflösung der NATO“.

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