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Kampf um den Fraktionsvorsitz : Laschets Endspiel

Applaus für den Verlierer: Laschet hat die Wahl verloren, die Aussichten auf das Kanzleramt trüben sich immer weiter ein. Bild: AP

Armin Laschet hat den Augenblick verpasst, den Fraktionsvorsitz an sich zu ziehen. Wie auch immer die Sitzung der Unionsfraktion ausgeht, CDU und CSU wirken auf FDP und Grüne immer weniger attraktiv.

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          Erinnert sich noch jemand an die Fraktionssitzung, in der über die Kanzlerkandidatur von Armin Laschet verhandelt wurde? Markus Söder hatte die CDU überrascht, weil er tatsächlich Kandidat werden wollte, nicht nur, wie in den Monaten davor, damit liebäugelte. In der Fraktion hätte der CDU-Teil, der Laschet unterstützte, zeigen können, dass er hinter dem CDU-Vorsitzenden steht. Er tat es nicht. Ralph Brinkhaus, der Fraktionsvorsitzende, ließ den Dingen ihren Lauf. Es gab offenbar keinerlei Vorbereitung – jedenfalls unter den Anhängern Laschets.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Die CSU-Abgeordneten und die Laschet-Gegner in der CDU hatten freie Bahn und ihre Bühne, die sie weidlich nutzten. Einer nach dem anderen meldete sich und schlug den Laschet-kritischen Ton an, der noch im Wahlkampf nachhallte. Laschet ging ziemlich zerzaust aus der Sitzung hervor, Söder war plötzlich der Kandidat der „Basis“, obgleich niemand wusste, wie die Mehrheiten in der Fraktion tatsächlich verteilt waren.

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