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Umfrage zur Bundestagswahl : Union rutscht unter 20-Prozent-Marke

  • Aktualisiert am

Armin Laschet am Dienstag im Bundestag Bild: Reuters

Nur noch 19 Prozent würden ihr Kreuz derzeit bei der Union machen, heißt es in einer aktuellen Umfrage. Auch Kanzlerkandidat Armin Laschet rutscht in der Wählergunst weiter ab. Selbst die CSU kann sich dem Trend nicht entziehen.

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          Rund drei Wochen vor der Bundestagswahl ist die Union in einer Umfrage auf unter 20 Prozent gefallen. Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer kommen CDU und CSU auf 19 Prozent (minus zwei), wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervorgeht. Das sind nur zwei Prozentpunkte mehr als die Grünen, die 17 Prozent und damit im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt weniger erreichen. Stärkste Kraft bleibt die SPD: Die Sozialdemokraten legen auf 25 Prozent (plus zwei) zu. Die FDP verbessert sich auf 13 Prozent (plus eins). Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert.

          Bei der Kanzlerfrage fällt Unions-Kandidat Armin Laschet unter die zehn-Prozent-Marke. Nur noch neun Prozent (minus zwei) der Befragten würden sich für den CDU-Vorsitzenden entscheiden, wenn sie ihren Kanzler oder ihre Kanzlerin direkt wählen könnten. Olaf Scholz (SPD) kommt auf 30 Prozent (plus eins) Zustimmung, Annalena Baerbock (Grüne) bleibt bei 15 Prozent. 46 Prozent der Befragten würden sich für keinen der drei Bewerber entscheiden.

          Die Daten zu Parteipräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 31. August bis 6. September 2021 erhoben. Für die Erhebung befragte Forsa nach eigenen Angaben insgesamt 2505 Menschen. Die Fehlertoleranz liegt demnach bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

          Schlechte Umfragewerte muss auch die CSU in Bayern verkraften. Laut einer neuen Umfrage zur Bundestagswahl ist sie unter die 30-Prozent-Marke gestürzt. Nach dem jüngsten „Wählercheck“ der Sendung „17:30 Sat.1 Bayern“ sagten nur noch 29 Prozent der Befragten im Freistaat, dass sie bei der Bundestagswahl die Christsozialen wählen würden. Bei der vorangegangenen Erhebung im Juli kam die CSU hier noch auf 35 Prozent.

          Die Grünen liegen nach der repräsentativen Umfrage bei 18 Prozent im Freistaat (Juli: 20 Prozent), die SPD verbesserte sich von neun auf 15 Prozent. Die FDP kam auf 13 Prozent (Juli: zwölf Prozent), die AfD auf zehn Prozent (Juli: neun Prozent). Die Freien Wähler verloren leicht und kamen auf noch sechs Prozent.

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          Die Verantwortlichen der Umfrage betonen aber, dass es sich um keine Wahlprognose handele. Es sei nur eine Momentaufnahme. Jeder zweite Wähler und jede zweite Wählerin sei noch unentschlossen. Befragt wurden vom Mittwoch vergangener Woche bis Montag dieser Wochen 1004 Menschen in Bayern telefonisch.

          Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten zufolge die Gewichtung der erhobenen Daten.

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