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Bundesinnenminister : De Maizière sieht in Ostdeutschland „Veränderungsmüdigkeit“

  • Aktualisiert am

Bundesinnenminister Thomas De Maizière bei einer Rede im Juli 2017 Bild: TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Thomas De Maizière erklärt das Erstarken der AfD im Osten mit der Sorge vor Verlust und Veränderungen. Doch Angst habe noch nie Probleme gelöst, mahnt der Bundesinnenminister.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht eine Ursache für das Erstarken der AfD in einer „Veränderungsmüdigkeit“ in Ostdeutschland. „Die Geschwindigkeit der Veränderungen war nirgendwo so hoch wie hier“, sagte er der „Sächsischen Zeitung“ vom Dienstag. Die Zeit seit der Wende sei „grandios bestanden worden, wirtschaftlich, politisch, moralisch“.

          Die „Wunden der deutschen Einheit“ seien „weitgehend geschlossen“, fügte de Maizière hinzu. Doch gerade weil es den Menschen gut gehe, sei die Sorge vor Verlust und Veränderung am größten, erklärte der Minister. Er sei hingegen der Meinung, es bleibe nur dann gut, „wenn wir uns in vielem verändern, nicht allerdings bei dem, was uns im Innersten zusammenhält: unsere Freiheit, unsere Werte“.

          Nun habe er den Eindruck, manche Menschen fänden, „es reiche jetzt aber auch mit Veränderungen“, sagte der CDU-Politiker und verwies auf Globalisierung, Digitalisierung und Flüchtlingszuzug. Einige wollten verhindern, dass es diese neue Welt gibt. „Das verstehe ich, halte es aber für absolut erforderlich, dass wir uns diesen Themen stellen“, betonte der Minister.

          Zum wachsenden Erfolg der AfD sagte de Maizière, es müssen den Menschen klar werden, dass Protest keine Lösung sei. „Und Angst hat noch nie ein Problem gelöst.“ Dennoch müsse es eine Auseinandersetzung mit den Argumenten geben. Auch mit einer Partei wie der AfD müsse man als Demokrat leben können, sagte der Bundesinnenminister. Er kämpfe aber dafür, dass sie keine Normalität werde.

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