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Gespräche in Berlin : Dreyer weiß, wie die Ampel funktioniert

  • -Aktualisiert am

Volker Wissing (FDP) und Malu Dreyer (SPD) nach einer Abstimmung über einen gescheiterten Misstrauensantrag in Mainz am 14. Juli 2016 Bild: Picture-Alliance

Malu Dreyer hält in Mainz ein Bündnis von SPD, Grünen und FDP zusammen. In Berlin ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin darum nun gefragt.

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          Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) könnte zu einer der zentralen Figuren auf dem Weg zu einem Ampelbündnis in Berlin werden. Sie wird Teil der sechsköpfigen Sondierungsgruppe der SPD sein und dabei auf jemanden treffen, den sie schon sehr gut aus Mainz kennt: Volker Wissing, er ist FDP-Generalsekretär und war bis vergangenen Mai Wirtschaftsminister der Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz. Wissing mutete Dreyer im Landtagswahlkampf im vergangenen Frühjahr einiges zu.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Als Generalsekretär der Liberalen schoss er aus Berlin gegen Beschlüsse, meist solche zur Pandemie, denen er in Mainz zuvor zugestimmt hatte. Ein Spagat, der wohl nur deswegen den Koalitionsfrieden nicht gefährdete, weil er auf Zeit war. Wissing hatte angekündigt, sein Amt im Land nach der Wahl abgeben zu wollen. Zudem rechnete Dreyer wohl damit, wie es in Mainz heißt, dass sie Wissing noch brauchen könnte, sollte Olaf Scholz Chancen auf eine Regierungsbeteiligung haben. Dreyer wiederum hatte der FDP einiges zugemutet in ihrer Zeit als Interims-Parteivorsitzende der SPD. Da war sie ständig in Berlin und äußerte sich parteipolitisch, nicht immer zum Gefallen der Liberalen. Aber auch das war nur auf Zeit.

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