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Umfrage vor der Bundestagswahl : SPD in historischem Tief

  • Aktualisiert am

Zweckoptimismus? SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kassel Bild: dpa

Bei der Bundestagswahl 2009 erzielte die SPD mit 23 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis. Momentan liegen die Sozialdemokraten in den Umfragen aber sogar noch darunter.

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          Die SPD verharrt gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl im Umfragetief. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ bleiben die Sozialdemokraten unverändert bei 22 Prozent. Im ARD-„Deutschlandtrend“ vom Donnerstag kam die SPD nur auf 21 Prozent.

          Beide Werte liegen unter dem historisch schlechtesten SPD-Wahlergebnis von 2009, als die Partei mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier 23,0 Prozent holte. Am 24. September wird der Bundestag gewählt.

          Die Union büßt im neuen „Politbarometer“ einen Punkt ein und käme auf 38 Prozent. Die Linke verharrt bei neun Prozent, die Grünen bleiben bei acht Prozent. Die FDP verliert einen Prozentpunkt auf neun Prozent. Dagegen legte die AfD um einen Punkt auf neun Prozent zu.

          Auf der Liste der zehn beliebtesten Politiker kann Schulz indes punkten. Mit einer Durchschnittsnote von 1,1 (zuvor 0,7) rückt er laut ZDF auf Platz vier vor. Merkel führt weiter mit einem Wert von 2,0 (zuvor 2,1). Es folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,7 und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) mit 1,5. Es war die erste ZDF-„Politbarometer“-Umfrage nach dem TV-Duell der beiden Kandidaten Merkel und Schulz.

          Umfrage

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

          Für das ZDF-„Politbarometer“ wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 5. bis 7. September 1378 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

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