https://www.faz.net/-gpf-91s1t

Bundestagswahl : Gabriel: Ampel unter SPD-Führung wäre „die richtige Koalition“

  • Aktualisiert am

Außenminister Sigmar Gabriel (hier Anfang September in Berlin) hat wenige Tage vor der Bundestagswahl seine Koalitionswünsche benannt: Nach einem Wahlsieg der SPD soll es eine „Ampel“ werden. Bild: dpa

Außenminister Sigmar Gabriel glaubt noch immer an einen Wahlsieg der SPD. Auch für die Zeit nach der Wahl hat er schon einen Plan für seine Partei. Doch die jüngsten Umfragen zeigen, wie weit Gabriels Wunsch von der Realität entfernt ist.

          Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) gibt die Hoffnung auf eine SPD-geführte Bundesregierung nicht ganz auf. Auf die Frage nach einer Ampelkoalition nach Mainzer Modell sagte Gabriel dem Sender SWR (Ausstrahlung Samstag, 18.30 Uhr): „Ich bin ein großer Fan, bin ein Sozialliberaler, im Kern halte ich das für die richtige Koalition. Und die Grünen sind ja nichts anderes als eine besondere Form liberaler Politik.“

          Sozialliberale Zeiten unter den SPD-Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt zählten aus seiner Sicht zu den „besten Zeiten im Land“, sagte Gabriel. Er sei allerdings nicht sicher, ob FDP-Chef Christian Lindner für so eine Konstellation zur Verfügung stünde.

          Der jüngste ARD-„Deutschlandtrend“ hatte für die SPD nur noch 20 Prozent Zustimmung in der Sonntagsfrage ergeben. Wenn schon an diesem Sonntag gewählt würde, könnte die FDP mit 9,5 Prozent der Stimmen rechnen, die Grünen mit 7,5 Prozent. Die drei Parteien hätten damit genauso viele Stimmen wie die Union. Als drittstärkste Kraft wird der Umfrage zufolge allerdings noch die AfD mit einem Stimmenanteil von 12 Prozent in den neuen Bundestag einziehen.

          Weitere Themen

          Kurz fordert Entlassung von Innenminister Kickl Video-Seite öffnen

          Regierungskrise in Österreich : Kurz fordert Entlassung von Innenminister Kickl

          Im Zuge des Ibiza-Skandals hat Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz die Entlassung von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl gefordert. Er habe Präsident Alexander van der Bellen Kickls Entlassung "vorgeschlagen", sagte Kurz. Wegen der Entlassung von Kickl will die rechtspopulistische FPÖ wie angekündigt sämtliche Minister aus der Regierung abziehen.

          Topmeldungen

          Österreichs Regierung am Boden : Von der Musterehe zum Rosenkrieg

          Aus den Rissen in der türkis-blauen Koalition wurden durch die Ibiza-Affäre in beeindruckender Geschwindigkeit Gräben. Die Neuwahl ist für Sebastian Kurz eine Chance, mehr Stimmen für die ÖVP zu gewinnen – aber sie birgt auch ein großes Risiko.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.