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Serie „Besuch beim Wähler“ (5) : Hart am Wasser

  • -Aktualisiert am

Traute Runde (von links): Heinz Göldner, Helmut Thümmel, Elisabet Thümmel, Dieter (Dietrich) Kloss, Ursula Pischmann und Brigitta Lehmann-John. Bild: Robert Gommlich

Die Senioren des Dresdner Kanusportvereins haben ihre Leidenschaft über die Zeitenwende gerettet – über Politik reden sie lieber nicht, denn da fliegen schnell die Fetzen.

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          Dieter Kloss stellt seine Tasche auf den Tisch, nimmt den Fahrradhelm ab und entschuldigt sich, etwas außer Atem zu sein. „Ich bin nicht richtig in Form“, sagt er. „Der Kraftraum hatte ja ein Jahr lang zu.“ Kloss ist 91 Jahre alt und der inoffizielle Alterspräsident der Senioren des Dresdner Kanusportvereins. Jeden Donnerstagnachmittag treffen sie sich im Vereinshaus im Osten Dresdens, rund ein Dutzend Frauen und Männer, es gibt Kaffee, Limonade, Bier. Sie alle waren aktive Kanuten, einige auch Trainer, Jugendbetreuer, Kassenprüfer.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Kloss war sogar mal DDR-Meister. „1956 im Vierer“, ruft er. „Als Siegprämie gab’s ’ne Vase, die müsste eigentlich noch irgendwo im Schrank sein.“ Sie ist dann nicht zu finden, dafür aber stehen dort sehr viele Pokale, Titel, und Ehrungen, die Vereinsmitglieder errungen haben. „Für DDR-Verhältnisse waren wir eine der besten Sportgemeinschaften“, sagt Heinz Göldner. Er ist 87 Jahre alt und hat früher die Anfänger trainiert. Das Interesse sei sehr groß gewesen. Einmal, berichtet er, hätten sie 33 Mädchen, aber nur 30 Boote gehabt.

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