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Jasper von Altenbockum (kum.)

Die drei Trielle : Politik im Comic-Format

Olaf Scholz, Annalena Baerbock, Armin Laschet am Sonntagabend im Fernsehstudio von ProSieben und Sat.1. Nicht im Bild: Micky Maus. Bild: dpa

Erfährt man in den Triellen wirklich, wer vertrauenswürdig, wer wählbar, wer kanzlertauglich ist? Nicht ansatzweise. Man erfährt nur, welches Zirkuspferd sein Wahlprogramm am besten verkauft.

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          In welche Verlegenheit die Wahlkampfführung der CDU im Sommer geraten ist, war dem Hinweis zu entnehmen, jetzt setzte man einiges (alles?) auf die „Trielle“, auf die Dreierrunden im Fernsehen. Nach der ersten Runde hieß es von interessierter Seite, das sei noch nicht die Wende für Laschet gewesen. Jetzt müsse Armin Laschet aber „liefern“. Nach der zweiten Runde hieß es dann, jetzt stehe die Wende unmittelbar bevor. Nach der dritten vom Sonntag muss sich die CDU abermals vertagen – und alles auf die Wende am Wahlsonntag setzen.

          Ist das Fernsehen, sind die Medien, sind Umfragen das Maß aller Dinge? Für den Wahlkampf, erst recht diesen laufenden, ganz sicher und mehr denn je.  Mehr denn je gilt deshalb aber auch: Der Wahlkampf entfernt sich dadurch immer weiter vom politischen Alltag, den er doch eigentlich vermitteln und nahebringen soll. Die „Trielle“ haben diese Entfernung zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf die Spitze getrieben.

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