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Plagiatsvorwurf gegen Laschet : Kanzlerkandidat in Not

  • -Aktualisiert am

Muss sich erklären: Kanzlerkandidat Armin Laschet Bild: AFP

Erst Annalena Baerbock, jetzt auch Armin Laschet. Wie die Grünen-Kanzlerkandidatin hat auch der CDU-Vorsitzende für ein Buch woanders abgeschrieben. Und dann stichelt auch noch Söder gegen ihn.

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          Es ist kein Lauf, den Armin Laschet gerade hat. Erst hielten Kameras auf einen fröhlich glucksenden Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten, während vor ihm der Bundespräsident mit ernsten Worten der Flutopfer gedachte. Die nach der Hochwasserkatastrophe wieder gesunkenen Umfragewerte für die Union dürften zum Teil auch Laschets „Lach-Gate“ geschuldet sein, das ihn wenige Wochen vor der Bundestagswahl nicht als Krisenmanager für nationale Notlagen zeigte.

          Nun hat Laschet wie zuvor seine Grünen-Konkurrentin auch noch ein veritables Sachbuch-Problem, weil er ebenfalls beim Abschreiben erwischt worden ist.

          Anders als zunächst Baerbock und ihre Unterstützer hat Laschet jedoch klugerweise nicht die trotzige Vorwärtsverteidigung zur Schadensbegrenzung gewählt, sondern schnell die von ihm schon 2009 begangene Urheberrechtsverletzung eingestanden und dafür um Entschuldigung gebeten. Ob der peinliche Fall für Laschet damit ausgestanden ist, darf indes bezweifelt werden. Denn neben möglichen weiteren Plagiatsfunden wird nun auch wieder über Ungereimtheiten rund um das Buchhonorar berichtet, die ihn schon vor Jahren in Erklärungsnot brachten.

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          Und da wäre noch Laschets Nemesis Markus Söder. Seit Tagen demontiert der CSU-Chef wieder mit Sticheleien und der treuherzigen Warnung vor einem „Schlafwagen-Wahlkampf“ den „sehr guten Kanzlerkandidaten“. Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine politischen Gegner.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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