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Kritik an „Grüner Jugend“ : AfD sieht sich Angriffen ausgesetzt

  • Aktualisiert am

Auch diese Plakatwand in Duderstadt (Niedersachsen) wurde von AfD-Kritikern attackiert. Bild: dpa

Die Alternative für Deutschland beklagt tätliche Angriffe auf ihre Wahlkämpfer. Die Partei kritisiert vor allem die „Grüne Jugend“ in Göttingen, die zum Vorgehen gegen die AfD aufgerufen habe.

          Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat sich über massive Behinderungen ihres Wahlkampfs und tätliche Angriffe auf Wahlkämpfer in Berlin und Lüneburg, Lübeck, Gießen und Nürnberg beklagt. Besonders heftig seien die Angriffe in Göttingen gewesen. Dort hätten 40 Polizisten einen Wahlkampfstand der AfD nach Angriffen auf Wahlkampfhelfer schützen müssen. In Göttingen habe man einen Brandanschlag auf eine Garage, die an das Wohnhaus eines Wahlkampfhelfers angrenze, in dem Wahlkampfmaterial gelagert werde, in der Nacht zum Samstag „nur durch Zufall“ verhindern können.

          Der Bundesvorsitzende der AfD, Bernd Lucke, sprach von einer „Ohrfeige für jeden Demokraten“. Sein Stellvertreter Konrad Adam sagt, die Angriffe richteten sich gegen die Demokratie selber. Eine weitere Stellvertreterin Luckes, Frauke Petry sagte, Vorkommnisse in Göttingen erinnerten an die Weimarer Republik. Sie forderte vom Bundestagskandidaten der Grünen in Göttingen, den Grünen-Spitzenkandidaten Jürgen Trittin, sich von Äußerungen seiner örtlichen Parteijugend und den Angriffen zu distanzieren.

          Die örtliche Jugendorganisation in Göttingen, die „Grüne Jugend“ hatte sich mit der „Kampagne gegen Rechtspopulismus und Neonazis“ „solidarisiert“ und zum Vorgehen gegen den AfD-Wahlkampf aufgerufen mit der Behauptung, in der AfD verträten einige Politiker „rechte Propaganda“. Gegen den Aufruf der „Grünen Jugend“ in Göttingen will der Bundesvorsitzende der AfD-Jugendgruppe „Junge Alternative für Deutschland“, Torsten Heinrich, Strafanzeige stellen.

          Als „Nazi und Faschist“ beschimpft

          Göttingen gilt seit langem als ein Zentrum linksautonomer und „antifaschistischer“ Bestrebungen. In der Stadt gab es bereits mehrfach Anschläge auf Häuser studentischer Burschenschaften gab. Neu scheint, dass deren Vorgehen zumindest teilweise auch von der grünen Parteijugend mitgetragen wird.

          Die AfD in Göttingen erwägt nach den Drohungen aus der „Antifa-Szene“, die Anfang August begannen, ihren Wahlkampf in den nächsten Tagen abzubrechen, um die Wahlkämpfer und ihre Familien zu schützen. Werber für die Alternative für Deutschland würden, so die Partei, gefilmt. Von Autos mit AfD-Werbung würden Scheibenwischer abgebrochen. Vor Gasthäusern in der Region, wo sich die AfD zu Stammtischen traf, versammelten sich schwarz gekleidete Gruppen. Auch sei die Fassade eines Gasthauses beschmiert worden. Die AfD gibt zudem an, dass die Facebook-Seite eines jungen Mitglieds des Kreisvorstandes manipuliert worden sei, um ihm rechte Umtriebe anzulasten.

          Auch in Berlin-Kreuzberg sind Wahlkämpfer der AfD nach Angaben der Partei mit Gewalt bedroht worden. Ein mit Wahlplakaten beladener Laster sei mit Steinen beworfen worden. In Lüneburg berichtet der AfD-Direktkandidat Michael Recha, seine Plakate seien überklebt und zerstört und er von der „Antifa Lüneburg“ beschimpft worden „als Nazi und Faschist“. In Lübeck wurden etwa ein Viertel der aufgestellten Plakate zerstört.

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