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Alternative für Deutschland : Wer sind die Bundestagskandidaten der AfD?

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Der ehemalige Journalist trat der AfD in ihrem Gründungsjahr 2013 bei und ist nun Landesvorsitzender in Niedersachsen. Er bekleidet den Dienstgrad eines Kapitänleutnants der Reserve. Er war mehrere Jahre als ARD-Korrespondent in Indien tätig und bezieht sich deshalb betont oft auf sein Weltwissen. Er glaubt, dass sich die Lebensumstände in Deutschland durch Muslime stetig verschlechtern und wirft den Medien Parteilichkeit und zu große Minderheitenfreundlichkeit vor.

Hampel sorgte wegen Anzeigen aus der eigenen Partei für Aufsehen. Zunächst wurde er wegen des Verdachts auf Untreue angezeigt, dabei ging es um Überweisungen von Geldern der AfD auf Hampels privates Konto. Danach folgte eine weitere Anzeige von AfD-Bundessschatzmeister Bodo Suhren wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung  gegen Personen des politischen Lebens.

Armin Paul Hampel

Sebastian Münzenmaier, Spitzenkandidat in Rheinland Pfalz

Münzenmaier ist erst 28 Jahre alt und kandidiert bereits als Spitzenkandidat für die AfD Rheinland-Pfalz. Er ist Fraktions-Geschäftsführer im rheinland-pfälzischen Landtag. Seine politische Karriere begann als Mitglied in der islamfeindlichen Partei „Die Freiheit“. Sie stand unter Beobachtung des bayerischen Verfassungsschutzes. Im Gründungsjahr trat Münzenmaier der AfD bei. Die Zeiten von Trump und Brexit seien eine „historischen Zeitenwende“.

Seit Juli dieses Jahres steht der Spitzenkandidat in Mainz vor Gericht. Er soll an gefährlicher Körperverletzung und versuchten Raubes gegen Fans des 1. MSV Mainz beteiligt gewesen sein. Die Angreifer waren Fans des 1. FC Kaiserslautern, die der Hooliganszene zugeordnet werden. Drei Mitangeklagte bekannten sich bereits schuldig, Münzenmaier schwieg bislang. Im Falle einer Verurteilung kann ihm die Wählbarkeit aberkannt werden.

Sebastian Münzenmaier

Martin Hohmann, Listenplatz sechs in Hessen

Hohmann war einst 24 Jahre Mitglied der CDU. Nach einer  Rede im Jahr 2003 wurde ihm Antisemitismus vorgeworfen, die Angelegenheit ist als „Hohmann“-Affäre bekannt. Er wurde 2004 schließlich aus der Bundestagsfraktion und der CDU Hessen ausgeschlossen. Er sagte damals beispielsweise: „Auf diesem Hintergrund stelle ich die provozierende Frage: Gibt es auch beim jüdischen Volk, das wir ausschließlich in der Opferrolle wahrnehmen, eine dunkle Seite in der neueren Geschichte oder waren Juden ausschließlich die Opfer, die Leidtragenden?“

Im Jahr 2016 erst wurde Hohmann Mitglied der AfD. Dort kritisiert er vor allem die Flüchtlingspolitik. Deutschland gehe an der „Merkelschen Zuwanderungspolitik“ zugrunde und es bestehe eine „reelle Gefahr, dass unser Volk schleichend ausgetauscht wird“.  Außerdem  ist er gegen die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens, denn es führe ja „fast zu einer paradiesischen Welt“. Zudem findet Hohmann, der Volksverhetzungsparagraph schränke die Meinungsfreiheit ein.

Martin Hohmann

Marc Jongen, Listenplatz drei in Baden Württemberg

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